Champions League

Chelsea und die letzte Titel-Hoffnung

Alex Ferguson will Revanche.

Alex Ferguson will Revanche.

Am Mittwoch steigt das 19. englische Duell in der Champions League. Für Chelsea ist gegen Manchester United der Einzug in die Halbfinals Pflicht. Im 2. Spiel trifft Barcelona auf Schachtjor Donezk.

Auf der Insel hat Chelsea (fast) alles verspielt: ausgeschieden in FA-Cup und Liga-Cup und in der Premier League nach dem enttäuschenden 1:1 in Stoke von Manchester United um acht (Verlust-)Punkte distanziert. Der erstmalige Gewinn der Champions League wird so zum Imperativ.

Gegen Manchester United hat Chelsea zuletzt gut ausgesehen. In der vergangenen Saison siegten die "Blues" zweimal, heuer gabs vor wenigen Wochen ein 2:1 an der Stamford Bridge. "Dieser Sieg könnte der Knackpunkt gewesen sein. Wir haben uns nach einer Periode der Schwäche wieder gefunden", sagte Chelseas Offensivspieler Salomon Kalou.

Bei ManU sorgt(e) indes die Niederlage von Anfang März für rote Köpfe. Das Resultat war umstritten. Chelsea profitierte von einem zweifelhaften Penaltypfiff und einer nicht gegebenen Roten Karte gegen Verteidiger David Luiz. Coach Sir Alex Ferguson tobte: "Der Schiedsrichter war parteiisch." Dafür wurde er mit einer Busse von 30'000 Pfund belegt - und konterte: "Fussball ist das einzige Geschäft, in dem man bestraft wird, wenn man die Wahrheit sagt."

Weniger Gift und Galle ist im anderen Viertelfinal-Hinspiel vom Mittwoch. Der FC Barcelona und Schachtjor Donezk deckten sich gegenseitig mit Lob ein. Vor allem der grosse Favorit aus Spanien strich konsequent die Stärken des in Westeuropa noch weitgehend unbekannten Widersachers heraus. "Sie haben vier sehr gute, junge Brasilianer und mit Mircea Lucescu einen listigen alten Hasen als Trainer", sagte Barças Coach Josep Guardiola.

In der Tat ist der bisherige Saisonverlauf von Schachtjor Donezk imponierend. Die Gruppenphase schloss die Mannschaft vor Arsenal auf Platz 1 ab, im Achtelfinal eliminierte sie die AS Roma mit sechs Toren. "Unser Weg ist noch nicht zu Ende", so Lucescu.

Barcelona ist trotzdem der grosse Favorit. Aber in Bestform präsentierte sich das Team zuletzt nicht. Der aufwändige Stil mit viel Laufarbeit ohne Ball fordert erste Opfer. In der Primera Division fehlten zuletzt bei Villarreal (1:0) mehrere Stammspieler gesperrt, verletzt, angeschlagen oder ausgelaugt.

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