Abfahrt
Feuz in Kitzbühel mit starker Fahrt – doch Paris schnappt ihm den Sieg weg

Beat Feuz zeigt in der Weltcup-Abfahrt von Kitzbühel eine erneut starke Leistung, doch zu seinem ersten Sieg auf der wohl schwierigsten Strecke überhaupt reicht es nicht.

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Streif 2019
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Dominik Paris auf seiner rasanten Fahrt.
Die Streif - ein legendäres Rennen. Im Bild der Österreicher Matthias Mayer.
Beat Feuz liegt klar in Führung, als er ins Ziel kommt, doch es wird nicht reichen für Platz 1.
Beat Feuz jubelt nach seiner Fahrt.
"Es war ein gutes Rennen", sagt Beat Feuz wenig später im Ziel zu SRF.
Auf dem Weg zum Start in Kitzbühel erinnern die besten Abfahrer der Welt an Skischüler auf dem Weg zur Piste.
Doch spätestens nach dem Verlassen des Starthauses machen sich Feuz und Co. auf den Weg zum grössten Nervenkitzel im alpinen Skirennsport.
Die Abfahrer stürzen sich über die Hausbergkante in den berüchtigten Schräghang.
Und rasen mit 150 Kilometer per Stunde den Tausenden von Zuschauern im Zielraum entgegen.
Kein anderer Abfahrer hat das derart gut gemacht wie der fünffache Streif-Sieger Didier Cuche.

Streif 2019

Alessandro Trovati

Beat Feuz belegte 0,20 Sekunden hinter dem Italiener Dominik Paris Platz 2. Zweiter war Feuz schon die Woche zuvor in Wengen geworden, geschlagen vom Österreicher Vincent Kriechmayr, der diesmal nicht ins Ziel kam. Feuz ist in der Sparte Downhill derzeit die Konstanz in Person. Saisonübergreifend beendete der Berner 10 der letzten 11 Abfahrten auf dem Podium. Die vielen 2. Plätze werden für ihn dennoch langsam zum Ärgernis. In Kitzbühel wurde er 2016 hinter dem Italiener Peter Fill Abfahrts-Zweiter, letzten Winter stand ihm der Deutsche Thomas Dressen vor der Sonne und nun also Paris.

Der Italiener entschied das Rennen auf den letzten zehn Fahrsekunden für sich. Bei der letzten Zwischenzeit hatte die Differenz zwei Hundertstel betragen, im Ziel dann zwei Zehntel.

Paris gewann die Kitzbüheler Abfahrt nach 2013 und 2017 zum bereits dritten Mal. Einzig Rekordsieger Didier Cuche, der auf der Streif insgesamt fünfmal gewann (zuletzt als bisher letzter Schweizer 2012), und Franz Klammer mit vier Siegen triumphierten hier öfter. Insgesamt errang Paris seinen 12. Weltcupsieg, den dritten in dieser Saison, nachdem er in Bormio sowohl die Abfahrt als auch den Super-G für sich entschieden hatte.