Kommentar
Stürmerjuwel in Kriens übersehen

Der FC Luzern verpflichtet mit dem früheren Kriens-Angreifer Asumah Abubakar einen in der Region bestens bekannten Spieler vom FC Lugano. Er wird die Innerschweizer im Abstiegskampf verstärken.

Daniel Wyrsch
Daniel Wyrsch
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Goalgetter Asumah Abubakar feiert mit dem SC Kriens den 5:2-Heimsieg über den Schweizer Rekordmeister GC im Spiel der Challenge League.

Goalgetter Asumah Abubakar feiert mit dem SC Kriens den 5:2-Heimsieg über den Schweizer Rekordmeister GC im Spiel der Challenge League.

Bild: Urs Flüeler/Keystone (Kriens, 20. Oktober 2020)

Der FC Luzern hat sich mit Asumah Abubakar verstärkt. Ein Stürmer, der ins Team passt. Der 24-Jährige aus Ghana mit portugiesischem Pass ist ein schneller, technisch versierter und dribbelstarker Stürmer. Abubakar kann nicht nur Tore schiessen, sondern auch den Ball in der Angriffszone halten und seine Mitspieler bedienen. Er wird darum mitunter Dejan Sorgic zu mehr Abschlussaktionen verhelfen.

Trotz dem Lob für den Neuen und seiner Wichtigkeit im Abstiegskampf, lohnt sich ein Blick zurück: Eineinhalb Saisons stürmte Abubakar für den FCL-Partnerklub SC Kriens in der Challenge League. In 47 Ligaspielen erzielte er 22 Tore und bereitete 12 Treffer vor.

Vor einem Jahr wechselte er nicht zum Nachbarn auf die Allmend, sondern zum FC Lugano. In Abstiegsnot bezahlen die Luzerner dem Ligakonkurrenten jetzt das Mehrfache der Ablöse, die sie dem SCK hätten überweisen müssen.

Vor diesem Hintergrund muss sich FCL-Sportchef Remo Meyer die Frage stellen lassen, warum er das Stürmerjuwel im Kleinfeld übersehen hatte.