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Der FC Basel siegt dank einem irren Kasami gegen Lugano mit 2:1 und beendet die Saison auf Rang 2

Der FC Basel beendet die Saison 2021/22 mit einem 2:1 gegen Lugano. Natürlich spielt der abtretende Captain Valentin Stocker die Hauptrolle, doch auch Pajtim Kasami erlebt zum Abschied ein Spiel, wie er es noch nie erlebt hat.

Jakob Weber Jetzt kommentieren
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Valentin Stocker war am Fanmarsch vor dem Spiel in vorderster Front dabei.
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Hier verabschiedet sich der Captain im Spalier auch von seinem letzten FCB-Coach Guillermo Abascal.
Stocker muss beim gang vor die Kurve schon die ein oder andere Träne verdrücken.
Hier die Choreo, mit der die Fans ihren Captain beim Einlaufen verabschieden.
Darian Males trifft schon in der sechsten Minute zum 1:0.
Es ist Males' drittes Tor in diesem Kalenderjahr.
Fedor Chalov setzt sich im Anschluss gegen Kevin Rüegg durch, doch das 2:0 wird ihm durch eine Parade von Sebastian Osigwe verwehrt.
Auch Darian Males hatte die Chance auf das 2:0. Doch auch er scheitert an Osigwe.
Und weil der FCB sie vorne nicht macht, regt sich Wouter Burger nach einer Ecke über das 1:1 von Lugano auf.
Die Fans kritisieren Klubboss David Degen zu Beginn von Halbzeit 2 mit einem Banner für dessen Wahl für den neuen Modus mit Playoffs.
Raoul Petretta wird nach seiner Auswechslung mit Standing Ovation verabschiedet.
Und dann kam der grandiose Auftritt von Pajtim Kasami. Ebenfalls eingewechselt trifft er drei Minuten später zum 2:1...
...jubelt oberkörperfrei, sieht Gelb...
...und geht dann weitere zwei Minuten später mit Gelbrot und unter Tränen in die Kabine.
Noch emotionaler wird es dann bei der Einwechslung von Valentin Stocker in der 76. Minute.
Und nach dem Spiel, als Stocker ein letztes Mal als Spieler mit der Kurve feiert.

Valentin Stocker war am Fanmarsch vor dem Spiel in vorderster Front dabei.

fcb

Diese fünf Minuten wird Pajtim Kasami so schnell nicht vergessen. Eingewechselt in der 69. Minute, Siegtorschütze in der 72. Minute, verwarnt fürs Trikotausziehen und Tränen bei Wiederanstoss. In der 74. Minute dann nach einem Foul im Mittelfeld mit Gelbrot vom Platz geflogen. Und Tschüss.

Das 79. und letzte Spiel von Kasami für Rotblau wird als das emotionalste in die Geschichte eingehen und diese Geschichte stellt sogar den Abschied von Captain Valentin Stocker in den Schatten, denn nicht Vale sondern Pajtim hat in seinem letzten Spiel noch einmal einen Gegner, wie von den Fans gefordert, umgehauen.

Sprechen will Kasami nach Spielschluss nicht. Dafür sagt der scheidende FCB-Trainer Guillermo Abascal: «Jedes Team braucht eine Persönlichkeit wie Pajtim. Solche Dinge passieren, wenn die Emotionen gross sind.» Die Emotionen überwältigen tatsächlich gleich mehrere FCB-Akteure. Captain Valentin Stocker weint schon im Spalier vor Anpfiff, Raoul Petretta bei seiner Auswechslung und Pajtim Kasami sowohl nach dem Tor wie auch nach dem Platzverweis. Alle drei wurden zusammen mit Djordje Nikolic am Sonntag verabschiedet. Alle werden den FCB verlassen. Wohin die Reise geht, ist ausser bei Stocker noch unklar.

Auch Abascals Reise wird enden. Zwar wurde der Coach wie viele andere wahrscheinlich Abgänge (Tavares, Lindner, Chalov, Pavlovic, Esposito) nicht offiziell verabschiedet. Aber da jetzt fix ist, dass Alex Frei in der kommenden Saison den FCB trainieren wird, ist für Abascal, der nicht ins zweite Glied rücken will, trotz Vertrag kein Platz.

Absacal macht auch zum Abschied gute Miene zum bösen Spiel: «Ich bin glücklich. Glauben Sie mir. Als ich kam, waren wir Dritter, jetzt Zweiter.» Doch der Spanier sagt auch offen, dass die unklare Zukunft für ihn keine leichte Situation war.

Auch in seinem letzten Spiel nutzt der FCB zu Beginn die Chancen nicht. Immerhin nutzt er anders als gegen Servette eine. Darian Males trifft in Minute 6 zum 1:0, doch weil Males und auch Chalov in der Folge gute Chancen auslassen und Lugano nach einer Ecke durch Amoura auf 1:1 stellt, geht es unentschieden in die Kabine. Doch nach dem Seitenwechsel kam der Auftritt von Kasami und damit beendet der FCB die Saison, wie Abascal es treffend formuliert «mit einem Lächeln».

In drei Wochen, beim Trainingsauftakt, wird vieles anders sein. Spieler werden fehlen, ein neuer Trainer und der ein oder andere Neuzugang werden da sein. Und dann wird der FCB ab dem 17. Juli einen neuen Anlauf nehmen, 2023 wieder auf dem Barfi jubeln zu dürfen.

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