FC Basel
Fabian Frei nach dem 0:2 gegen den FCZ: «Es tut im doppelten Sinn weh»

Fabian Frei muss in seinem 452. Spiel, mit dem er neben Massimo Ceccaroni zum Rekordspieler in Rotblau wird, konstatieren, dass zu viel gegen seine Mannschaft gelaufen ist.

Christoph Kieslich
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Fabian Frei: «Wir haben es verpasst, das 1:0 zu schiessen. Das hätte allem eine ganz andere Richtung geben können.»

Fabian Frei: «Wir haben es verpasst, das 1:0 zu schiessen. Das hätte allem eine ganz andere Richtung geben können.»

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Fabian Frei, die 452. Partie im FCB-Dress, mit der Sie neben Massimo Ceccaroni zum Rekordspieler des FC Basel geworden sind, haben Sie sich anders ausgemalt.

Das ist definitiv so. Aber es ging in diesem Spiel nicht um mich, sondern um die Mannschaft und den Verein. Und das habe ich mir anders vorgestellt.

Zu vereiteln, dass der FCZ im Joggeli Meister wird, das ist gründlich schiefgegangen.

Wir waren anfangs super im Spiel, haben es verpasst, das 1:0 zu schiessen. Das hätte allem eine ganz andere Richtung geben können. Dann passen wir kurz vor der Pause zweimal nicht auf, zu einem dummen Zeitpunkt, und wenn man dann wie Zürich 13 Punkte voraus ist und 2:0 führt, dann lässt man nichts mehr anbrennen.

Waren die Verletzungen von Michael Lang und Valentin Stocker entscheidend?

Das wissen wir nicht, aber man hat schon gesehen, dass es einen – ich will nicht sagen: Bruch im Spiel gegeben hat. Aber es ist uns danach nicht mehr so gut gelaufen. Mit ihnen haben uns zwei wichtige Persönlichkeiten auf dem Platz gefehlt.

War die Härte, die Zürich in der ersten Halbzeit an den Tag gelegt hat, grenzwertig?

Was soll ich sagen? Ich will nicht als schlechter Verlierer dastehen. Aber wenn du drei Spieler mit Verletzungen auswechseln musst und bei zwei wird nicht einmal Foul gepfiffen, dann tut das im doppelten Sinn weh. Wir haben ja auch ausgeteilt und dagegengehalten. Zürich war sehr aggressiv, zum Teil zu aggressiv, und wenn es früher Gelb gäbe, hätten sie sich mehr zurückhalten müssen. Aber daran ist es nicht gelegen, dass wir verloren haben.

Es schien in der zweiten Halbzeit, als ob dem FCB der Stecker gezogen sei.

Wie gesagt: Wenn man 2:0 führt und ein Unentschieden reicht, dann spielst du es solide runter. Und wenn du einen Lauf hast, dann funktioniert es sowieso. Es ist viel gegen uns gelaufen und ich habe den Jungs gerade in der Garderobe gesagt, dass wir die Meisterschaft nicht heute, sondern viel früher verloren haben.

Und der FCZ ist verdient Schweizer Meister?

Absolut!

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