Der Auswärtssieg in der "Belle" überraschte letztlich nicht mehr. Die Thurgauer begegneten Ajoie - dem Meister in der Swiss League von 2016 - in allen sieben Spielen auf Augenhöhe. Thurgau lag schon in den ersten drei Spielen im Jura mindestens einmal in Führung; zweimal führten sie sogar im Schlussabschnitt, stets verloren sie unglücklich.

Der Berner Michael Loosli (24) entschied die Serie. Der ehemalige Brandis-, Langnau- und Bern-Junior erwies sich als der herausragende Akteur der Serie. Die Thurgauer musste wegen der Sperre gegen den Kanadier Kenneth Ryan mit bloss einem Ausländer antreten. Michael Loosli sprang in die Bresche, erzielte im ersten Abschnitt das 1:0 und bereitete kurz vor Schluss das Siegtor von Patrick Brändli vor. Nächste Saison spielt Loosli mit den Rapperswil-Jona Lakers in der National League.

Thurgau feierte im Jura den grössten Erfolg seit 21 Jahren - seit der letzten Halbfinalqualifikation in der NLB. Seither verloren die Thurgauer zehn Playoff-Serien, zwei davon in einer "Belle" und seit 2014 fünf Viertelfinalserien hintereinander.

Der HC Ajoie geriet nicht erst in der Viertelfinalserie aus dem Tritt. In den letzten Runden der Qualifikation hatte der HC Ajoie mit zwei Niederlagen den Gewinn der Regular Season vergeben.

In den Halbfinals kommt es ab Sonntag zu den Duellen La Chaux-de-Fonds (1.) gegen Thurgau (7.) und Olten (3.) gegen Langenthal (4.).

Resultate:

Swiss League. Playoffs (best of 7). Viertelfinals: Ajoie (2.) - Thurgau (7.) 1:2 (0:1, 1:0, 0:1); Schlussstand 3:4. - Damit in den Halbfinals: La Chaux-de-Fonds (1.) - Thurgau (7.) und Olten (3.) - Langenthal (4.). - Erste Spiele am Sonntag.