Thurgau setzte sich mit 1:0 durch. Der Amerikaner Cody Wydo (27) erzielte nach 20 Sekunden im zweiten Abschnitt das einzige Goal des Spiels. Wydo bestreitet seine erste Saison in der Schweiz; zuvor schaffte er als einstiger College-All-Star den Sprung in die American Hockey League (AHL) nicht. Nicola Aeberhard, Thurgaus Torhüter, kam mit 27 Paraden zu seinem zweiten Shutout, dem ersten in den Playoffs. Aeberhard löste im Lauf der Saison Janick Schwendener als Nummer-1-Goalie ab.

Auch die Zuschauer finden Gefallen an den kampfstarken, emsigen Thurgauern. Zum ersten Halbfinal-Heimspiel kamen 2329 Fans in die Güttingersreuti-Halle in Weinfelden. Zumindest die Sitzplätze waren ausverkauft. Thurgau gewann in diesen Playoffs gegen Ajoie (3) und La Chaux-de-Fonds alle bisherigen Heimspiele.

Ins Fan-Lager der Thurgauer dürften nun auch der HC Davos (der Thurgau einst als Farmteam unterhielt) und die Rapperswil-Jona Lakers einsteigen. Wenn Thurgau die Meisterschaft gewinnt, sind Davos und Rapperswil alle Abstiegssorgen los, denn die Thurgauer bekundeten kein Interesse an einer allfälligen Ligaqualifikation.

Langenthals später Sieg

Auch in der anderen Serie steht es nach zwei Spielen 1:1. Langenthal setzte sich im Mittelland-Derby gegen Olten mit 4:3 nach Verlängerung durch. Pascal Pelletier erzielte nach 76:46 Minuten das Siegtor, wobei Oltens Keeper Simon Rytz diesen Gegentreffer auf seine Kappe nehmen musste. Langenthal verdiente sich den Sieg. Die Oberaargauer führten in der regulären Spielzeit 1:0 und 3:2 und verschossen in der 9. Minute beim Stand von 1:0 einen Penalty. In der Schlussphase des dritten Abschnitts hielt aber Langenthals Goalie Philip Wüthrich mit zwei mirakulösen Paraden sein Team im Spiel.

Resultate:

Meisterschaft Swiss League. Playoffs (best of 7). Halbfinals: Thurgau (7.) - La Chaux-de-Fonds (1.) 1:0 (0:0, 1:0, 0:0); Stand 1:1. Langenthal (4.) - Olten (3.) 4:3 (1:1, 2:2, 0:0, 1:0) n.V.; Stand 1:1. - Nächste Spiele am Freitag.