Kolumne Skisprung-WM
Was ein WM-Held bei den Skispringern als Pappkamerad macht

Killian Peier kann seine Bronzemedaille im Skispringen an den Titelkämpfen von Oberstdorf nicht verteidigen. Trotzdem markiert er im Schweizer Team Präsenz.

Rainer Sommerhalder
Rainer Sommerhalder
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Wenn die Schweizer Skispringer im Teamhotel zu Nacht essen, ist der verletzte Killian Peier stets präsent.

Wenn die Schweizer Skispringer im Teamhotel zu Nacht essen, ist der verletzte Killian Peier stets präsent.

BS-Fotografie

An der letzten Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2019 in Seefeld hat uns Killian Peier mit seinem Bronzesprung von der Grossschanze vor dem Nuller im Medaillenspiegel bewahrt. Auch in Oberstdorf wäre der Romand angesichts seiner im Sommer an den Tag gelegten Form unter den Favoriten gewesen. Doch ein Kreuzbandriss im Spätherbst hat alle sportlichen Ambitionen zumindest für einen Winter zerstört.

Derzeit schwitzt Peier in Magglingen unter sportwissenschaftlicher Beobachtung für sein Comeback. In einem Jahr finden in China die Olympischen Spiele statt. Dort will er wieder konkurrenzfähig sein. Aus Magglingen hört man Erfreuliches: Peier mache sehr schnell grosse Fortschritte.

Killian Peier ist sogar an der aktuellen WM präsent. Einerseits als Teil des imaginären Publikums. Aus Fotos von Skisprung-Fans wurden die Zuschauertribünen für die Wettkämpfe mit Pappfiguren gefüllt. Und die Betreuer von Simon Ammann und Co. haben sich zusätzlich etwas Spezielles ausgedacht. Pappkamerad Peier ist quasi Teil der Delegation. Man trifft ihn im Hotel beim Essen oder im Bus beim Transport. Und er hat sogar gewisse Privilegien. Zum Coronatest musste er noch nie.

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