Eine Posse ohne Ende

Ein Davoser Schwank: Peter Buser bietet eine Million Franken für ein «Sorry» des HCD-Präsidenten

Hier noch (einigermassen) glücklich vereint: HCD-Präsident Gaudenz Domenig sowie Elias Meier und Peter Buser von der Stiftung Res Ubique Foundation (von links) an einer Pressekonferenz des HC Davos vor einem Jahr.

Hier noch (einigermassen) glücklich vereint: HCD-Präsident Gaudenz Domenig sowie Elias Meier und Peter Buser von der Stiftung Res Ubique Foundation (von links) an einer Pressekonferenz des HC Davos vor einem Jahr.

Peter Buser hat mit seiner Stiftung den HC Davos unterstützt, fordert nun aber die gut drei Millionen Franken zurück. Er sei bereit, dem Klub eine Million Franken zu erlassen, sofern sich HCD-Präsident Gaudenz Domenig für im TV gemachte Aussagen entschuldigt. Nein danke, sagt dieser. Eine Posse ohne absehbares Ende.

Der seit Monaten schwelende Rechtsstreit zwischen dem HC Davos und Peter Buser (84), dem Doktor der Philosophie bzw. seiner Stiftung «Res Ubique Foundation» ist eine der köstlichsten Geschichten unseres Hockeys. Nun ist Buser bereit, dem HCD eine Million zu schenken, wenn sich HCD-Präsident Gaudenz Domenig öffentlich entschuldigt.

Kurz rekapituliert: Damit der HCD-Hockeytempel bis 2026 den Namen seiner Stiftung trägt und damit er vor dem Stadion in einem Musikpavillon während des WEF Konzerte veranstalten darf, unterzeichnete Buser über seine Stiftung am 18. November 2019 mit dem HCD einen Vertrag im Wert von 11,2 Millionen Franken. 3,125 Millionen (inkl. MWSt) hat er bereits bei Vertragsabschluss an den Klub überwiesen.

Stein des Anstosses sind Domenigs Aussagen im TV

Seit längerem will Buser dieses Geld wieder zurückhaben und den Vertrag auflösen, weil nach seiner Ansicht einzelne Punkte im Vertrag nicht erfüllt werden können. HCD-Präsident Domenig möchte die gut drei Millionen hingegen behalten. Der HCD habe der Stiftung angeboten, den Namenszug am Stadion anzubringen. Der Klub sei nicht dafür verantwortlich, dass das WEF nicht stattfinden kann. Nun gibt es Neuigkeiten aus diesem «Fegefeuer der Eitelkeiten».

Peter Buser sagt, er sei an einer Einigung interessiert, schenke dem HC Davos eine Million und fordere nur noch den Rest seiner 3,125 Millionen zurück.

Wofür? «Für die Aussagen, die er im Zusammenhang mit meiner Person in Fernseh-Interviews gemacht hat.» Eine Anmerkung: Gaudenz Domenig hat in diesen Interviews keinerlei justiziable Aussagen gemacht. Und in welcher Form soll sich der HCD-Präsident entschuldigen?

Also: Wenn Domenig für diese Geschichte ein entsprechendes Zitat liefert, verlangt Buser nur noch 2,125 Mio. zurück. Eine Million glatt geschenkt. Die restlichen 2,125 Millionen seien dann bis zum 1. Juli vom HCD zurückzuzahlen. Punkt.

Buser sagt, er wolle mit seinem Entgegenkommen eine Einigung erzielen und dem HCD helfen. Es gibt nur ein kleines Problem. Domenig stellt sich auf den Standpunkt, dass der HCD der Stiftung «Res Ubique» kein Geld schuldet.

Es ist eine Rate in der Höhe von 1,475 Millionen. Und wenn die Stiftung nicht zahlt? Domenig: «Dann werden wir sehen, was zu tun ist.» Von einer Entschuldigung im Wert von einer Million will Domenig nichts wissen. Keine Rückzahlung und kein «Sorry».

Wer wettet, dass die Schweiz den Rahmenvertrag mit der EU unter Dach und Fach hat, bevor sich Domenig und Buser einig sind, hat gute Gewinnchancen.

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