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Die Schweizer Verfolger greifen in Grenchen nach EM-Gold

Das Schweizer Team hat sich in der Einzelverfolgung mit einem neuen Schweizer Rekord für den Final von heute Abend qualifiziert. Dort kommt es zum Traumduell mit dem favorisierten Grossbritannien um Superstar Bradley Wiggins.

Michael Forster
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Frank Pasche, Stefan Küng, Thery Schir und Silvan Dillier vor dem Start.
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Silvan Dillier macht sich auf dem Rad warm.
Schweizer Team in der 1. Runde der Verfolgung
Silvan Dillier und Stefan Küng freuen sich über die hervorragende Leistung

Frank Pasche, Stefan Küng, Thery Schir und Silvan Dillier vor dem Start.

Keystone

Nach einer sehr gelungenen Qualifikation am Mittwochabend legte der Schweizer Vierer mit Stefan Küng, Silvan Dillier, Frank Pasche und Théry Schir bei seinem heutigen Auftritt noch eine Schippe drauf und qualifizierte sich im Duell gegen Frankreich souverän für das grosse Finale von diesem Abend.

Mit der zweitbesten Qualifikationszeit aller Mannschaften in die 1. Runde gestiegen, fuhren die Schweizer diesmal sogar die schnellste Zeit aller Teilnehmer.

Mehr noch: Mit 3:56,791 erzielten sie einen neuen Schweizer Rekord und blieben mehr als zwei Zehntelsekunden unter der alten Bestmarke, welche sie vor knapp einem Jahr in der Höhenlage von Guadalajara (Mex) erzielt hatten.

Von Anfang an schnell

Man sei davon ausgegangen, eine bis zwei Sekunden schneller fahren zu können, als noch gestern, meinte Nationaltrainer Daniel Gisiger nach der Rekordfahrt des Schweizer Vierers. Grund war die höhere Temperatur im Velodrome Suisse und der damit verbundene Druckabfall. «Ich bin erleichtert, dass wir bereits in der 1. Runde so schnell gefahren sind», so Gisiger weiter. Er sei froh, einem allfälligen Duell um Rang 3 mit den Dänen aus dem Weg gegangen zu sein. Was jetzt noch kommt, ist Zugabe: «Mit Rang 2, den wir auf sicher haben, bin ich absolut zufrieden», lachte er.

Im Final wartet jetzt also der Favorit aus Grossbritannien. Bereits in der Qualifikation passte bei den Briten nicht ganz alles zusammen, und auch heute Mittag musste früh ein Fahrer abreissen lassen. Mit 3:57,513 erzielten sie bloss die drittbeste Zeit und blieben damit relativ weit entfernt von der von den 3:54, welche Bradley Wiggins im Vorfeld der EM als mögliche Endzeit für den britischen Vierer in Aussicht gestellt hatte.

Der Final zwischen Grossbritannien und der Schweiz steigt heute Abend kurz vor 20 Uhr. Im Rennen um Rang 3 duellieren sich Dänemark, welches in der 1. Runde mit der zweitschnellsten Zeit überraschte, sowie Frankreich. Bei den Frauen kommt es zum Final zwischen Grossbritannien und Russland.

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