Zwar sind die Belgier keine Handball-Macht, sie haben jedoch eine gute Entwicklung hinter sich. Davon zeugt das 27:27 in Serbien. Die Schweizer unterstrichen aber, wie gefestigt sie mittlerweile sind. So bewahrten sie die Ruhe, nachdem die Gastgeber nach einem 11:19-Rückstand (35.) dreimal bis auf zwei Tore herangekommen waren. Nach dem 22:24 (50.) zogen die Schweizer auf 27:22 (57.) davon, womit die Partie vorentschieden war.

Beeindruckend war die Leistung der Schweizer in der ersten Halbzeit, die 16:10 zu ihren Gunsten endete, obwohl sie in der elften Minute noch 6:7 in Rückstand gelegen hatten. In den ersten 16 Angriffen gelangen den Gästen nicht weniger als 14 Tore.

Einen grossen Anteil an der komfortablen Führung hatte Nikola Portner, der vor der Pause acht Schüsse abwehrte. Auch in der zweiten Halbzeit brillierte der Keeper von Montpellier mit einigen Schlüsselparaden. Am Ende totalisierte er 15 Paraden.

Gute Ausgangslage

Bester Werfer der SHV-Auswahl war Regisseur Andy Schmid mit sieben Toren, Marvin Lier war sechsmal erfolgreich, Roman Sidorowicz steuerte fünf Treffer zum Sieg bei. «Es war richtig schwierig», bilanzierte Suter. «Zwar konnten wir es nach der Pause nicht durchziehen, setzten wir nicht um, was wir abgemacht hatten. Wir machten aber die wichtigen Tore und kamen nie wirklich in Gefahr. Wir hatten insgesamt die Stabilität, um zu gewinnen. Es war von beiden Mannschaften eine gute Leistung.»

Die Schweizer befinden sich nun in einer guten Ausgangslage. Besiegen sie die Belgier am Sonntag in Schaffhausen erneut, ist die Türe für die Teilnahme an der EM-Endrunde 2020 in Österreich, Schweden und Norwegen weit offen.

Im besten Fall sind sie am Sonntagabend bereits qualifiziert, nämlich dann, wenn Serbien gegen das verlustpunktlose Kroatien zweimal verliert. Es wäre für die Schweizer das Ende einer langen Durststrecke.