Nach dem Abstieg

«Das ist keine Beerdigung»: Der EHC Kloten strebt die Rückkehr in die National League an

Hans-Ulrich Lehmann.

Hans-Ulrich Lehmann.

Wie weiter mit dem EHC Kloten? Präsident Hans-Ulrich Lehmann verkündet am Tag nach dem bitteren Abstieg in die Swiss League, dass der Traditionsklub so schnell wie möglich in die höchste Liga zurückkehren will. Fige Hollenstein wird Sportchef, André Rötheli soll Headcoach bleiben.

«Es wurde auch nach dem bitteren Abend wieder Morgen. Wir sind jetzt am Boden. Aber wir stehen wieder auf!», sagt EHC-Kloten-Präsident Hans-Ulrich Lehmann am Tag nach dem Abstieg aus der National League. Nach 56 Jahren in der höchsten Spielklasse war der Traditionsklub nach der 1:2-Niederlage gegen die Rapperswil-Jona Lakers abgestiegen.

Lehmann: "Mier stönd wieder uf!"

Die Pressekonferenz des EHC Kloten am Tag nach dem Abstieg

Kloten-Boss Hans-Ulrich Lehmann erklärt, wie er den Klub aus der Misere holen will.

«Der Chef hat nicht alles richtig gemacht»

Lehmann: «Der Chef hat sicher nicht alles richtig gemacht. Aber es war eine ganze Fehlerkette. Dieser Abstieg tut mir unendlich Leid für die vielen tausend treuen Fans. Ich habe aber schon am Morgen extrem viele, ermutigende Rückmeldungen erhalten. Sie stehen auch in schwierigen Zeiten hinter dem Klub. Auch ich werde dem Klub weiter zur Seite stehen. Sicher noch ein weiteres Jahr.»

Wie geht es im sportlichen Bereich weiter? Feste steht, dass Klublegende Felix «Fige» Hollenstein Sportchef wird. Und es sieht stark danach aus, dass André Rötheli, der die Mannschaft vom entlassenen Kevin Schläpfer übernahm, Headcoach bleibt. 

Wie sieht die Mannschaft der Zukunft aus?

Hollensteins grösste Baustelle ist es, eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Stand heute hat kein einziger Spieler mehr einen gültigen Vertrag. Hollenstein sagt: «Es gab bereits erste Gespräche. Aber natürlich noch nichts Konkretes.» Sieben Elite-Junioren sollten in der Lage sein, in der Swiss League zu spielen.

Das Budget wird gemäss Lehmann 6 bis 6,5 Millionen betragen und damit weniger als die Hälfte des NLA-Budgets. Positive Signale gab es indes von den Sponsoren: Die meisten bleiben gemäss Marketing-Chef Mike Schälchli bei der Stange. Ziel ist es: 3000 bis 4000 Saisonkarten zu verkaufen.

So schnell wie möglich wieder aufsteigen

Der seit wenigen Wochen amtierende Geschäftsführer Pascal Signer sagt: «Unser Ziel ist es, in Kloten wieder dieses Wir-Gefühl zu entwickeln. Wir müssen alle Kraft investieren, damit der Klub so schnell wie möglich wieder dorthin kommen, wo er hingehört. Ein Abstieg kann auch eine Chance sein.»

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