Basketball NLA

Wie gewonnen, so zerronnen: Die Starwings brechen in der zweiten Halbzeit ein

In der ersten Halbzeit treffen die Starwings öfter als Massagno.

20 Minuten lang zeigten die Baselbieter feine Basketball-Kost. Doch nach der Pause er­folgte, wie im letzten Spiel, der totale Einbruch. Die Playoffs sind bereits vor der 3. Zwischenrunde nicht mehr möglich.

Wochentagsspiele unter der Woche im Tessin sind im Schweizer Basketball so ziemlich das Unangenehmste, was man als Deutschweizer Klub erleben kann. Vor allem, wenn der  Rivale über fünf Profi-Ausländer und einen Nigerianer, mit Schweizer Lizenz, verfügt, wel­che aus SAM Massagno eine Equipe machen, welche heuer dem grossen Kantonsrivalen Lugano längst den Rang abgelaufen hat.

Dass der Spielmacher (James Sinclair) und be­sagterJules Aw fehlten – egal, die Südschweizer konnten von der Bank noch immer mit Zoran Krstanovic (36, 205cm) einen Mann bringen, der jahrelang in europäischen Topligen seine Klasse unter Beweis gestellt hatte. Der Serbe war als 6. Akteur jener Mann, der mit seinem Landsmann Slobodan Miljanic für die Musik, in Form von Punkten und Rebounds, sorgte. Und den Umschwung einleitete.

Perfekte Halbzeit von Kostic

In der ersten Halbzeit jedoch hatte das Birstaler Kombinat positiv überrascht und die weni­gen Zuschauer verblüfft. Branislav Kostic legte eine Traum-Halbzeit hin – seine 16 Punkte stammen aus einer sagenhaften 100-prozentigen Wurfquote. Und Antonio Hester war ein starker Mitspieler, auf den sich die Tessiner aber mit Fortdauer der Spielzeit besser ein­stellten.

So, wie die Gäste aus Birsfelden abbauten, so spielte sich die SAM in einen Spiel­rausch. Nach 25 Minuten stand es 50:50 – und dann zog Massagno an den Unterbaselbie­tern vorbei und bewies, warum es nach der 2. Runde wohl auf Rang 3 liegen wird.

Die Lu­ganesi hatten überall kleine, aber entscheidende Vorteile. Diese summierten sich – und war die Equipe von Starwings-Cheftrainer Pascal Donati gegen Monthey in den zweiten 20 Minuten mit 39:58 eingegagen, so endete gestern Mittwoch die zweite Halbzeit gegen die SAM mit 29:49.

Deutliche Verdikte, die aufzeigen, dass die schmale Spitze (in Massagno Kostic und Hester) die hohe Pace nicht durchhielt und die Breite kein Faktor war, denn ei­nen Bankspieler wie Krstanovic, dessen Gehalt wohl das Dreifache von jenem der Star­wings-Profis ist, haben die Baselbieter nicht.

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