Fussball
U21 des FC Basel sucht einen neuen Captain

Der FC Basel U21 aus der Promotion League kompensiert die Winterabgänge mit jüngeren Spielern. Nach dem Abgang von Simon Dünki braucht das Team nun auch einen neuen Captain. Trainer Häberli hat jedoch schon seine Favoriten.

Alan Heckel
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Samuele Campo ist der Favorit von Trainer Häberli für den freien Captain-Posten.

Samuele Campo ist der Favorit von Trainer Häberli für den freien Captain-Posten.

Juri Junkov

Während die erste Mannschaft des FC Basel morgen Sonntag in die Rückrunde startet, dauert es noch einen Monat, bis die U21 der Rot-Blauen ihren ersten Ernstkampf in der Promotion League bestreiten kann. Nach vier Wochen in der Region setzt der Nachwuchs seine Vorbereitung nächste Woche im Trainingslager in Teneriffa fort.

Mit 24 Spielern wird Trainer Thomas Häberli auf der kanarischen Insel arbeiten können. Neben den Akteuren aus der U21 werden diverse U18-Junioren sowie drei Testspieler die Reise mitmachen. Ein Sextett, das noch in der Vorrunde Häberlis Anweisungen gefolgt ist, steht dem 40-Jährigen nicht mehr zur Verfügung. Simon Dünki wurde zum FC Wil transferiert, Michael Gonçalves (Wil), Robin Kamber (Servette) und Valentin Mbarga (Old Boys) holen sich auf Leihbasis Spielpraxis bei anderen Vereinen.

Arxhend Cani und Robin Huser haben derweil Aufnahme ins Kader der ersten Mannschaft gefunden, dürften aber wie Topskorer Albian Ajeti vorwiegend in der U21 zum Einsatz kommen.

Die U21 als Sprungbrett

Häberli sieht die Abgänge positiv, «schliesslich ist es eine Folge ihrer Leistungen». Bei Abwehrchef Dünki sei es ohnehin klar gewesen, dass man ihm keine Steine in den Weg legen würde. «Der FC Wil ist eine gute Adresse», sagt Häberli, der sich auch darüber freut, dass Mittelfeldspieler Kamber im nächsten halben Jahr Challenge-League-Luft schnuppern darf. «Das ist eine super Geschichte, ich gönne es ihm extrem», führt der Trainer aus.

Die Abgänge werden durch eigene Junioren mit Jahrgang 1997 kompensiert. Der FC Basel U21 wird – einmal mehr – noch jünger. «Das ist zwar nicht optimal für die Resultate, aber gut für die Fortschritte der Spieler», weiss Trainer Häberli. «Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es positiv ist, wenn die Spieler in jungen Jahren schon so weit oben zum Einsatz kommen können.» Deshalb ist er auch überzeugt davon, dass die Nachrückenden in der Lage sein werden, die Lücken zu füllen.

Die Chance für die U18-Spieler

Wer den Sprung von der U18-Equipe in die höchste Basler Juniorenmannschaft geschafft hat, steht noch nicht fest. Klar ist lediglich, dass Innenverteidiger Pedro Pacheco und Mittelfeldspieler Charles Pickel, die bereits in der Uefa Youth League regelmässig in der improvisierten U19 der Basler zum Zug gekommen sind, seit der Winterpause fest zum Kader der U21 gehören. Der Rest hat die Möglichkeit, sich in Teneriffa aufzudrängen. Die definitive Einteilung der U21- und U18-Mannschaften fällen die FCB-Verantwortlichen in der dritten Februarwoche.

Dann dürfte auch feststehen, wer Dünkis Nachfolger als Captain wird. «Die neuen Hierarchien müssen sich erst bilden», sagt Häberli und erklärt Samuele Campo, neben Michael Schär der einzige verbliebene Spieler mit Jahrgang 1995, zum Favoriten auf den Posten. «Wenn er fit ist, ist er der Kopf der Mannschaft.»