Stepptanz
Stepptanztalent Céline Mathys will an die Weltspitze

Céline Mathys wurde Dritte an den Schweizer Meisterschaften in Biel. Anfang Dezember versucht die junge Baslerin, eine ähnlich gute Platzierung an der WM in Riesa zu erreichen.

Annemarie Keusch
Drucken
Im Element: Céline Mathys.

Im Element: Céline Mathys.

Zur Verfügung gestellt

Von der breiten Öffentlichkeit wird der Stepptanz kaum als Sportart wahrgenommen. Dass dies ein Irrtum ist, zeigt allein die Tatsache, dass man als Stepptänzerin die Sportklasse besuchen kann. «In der Sportklasse haben wir weniger Stunden Schule, dafür mehr Sportunterricht», erklärt die Baslerin Céline Mathys die Vorzüge dieser Schulform.

Unter den besten der Schweiz

Die 13-Jährige ist schweizweit eine der besten Stepptänzerinnen. An der diesjährigen Schweizer Meisterschaft belegte sie in der Kategorie Junioren im Solo den dritten Platz. Dabei war es ein Zufall, dass Mathys den Weg zum Steppen fand. Wegen eines Artikels in einer Quartierzeitung wurde Mathys auf diese wenig bekannte Sportart aufmerksam. Nach dem ersten Schnuppertraining war sie sofort Feuer und Flamme für das Steppen. «Die Kombination von Schnelligkeit und Technik gefiel mir von Beginn an. Zudem machte es mir grossen Spass und ich wusste sofort, dass ich dies öfter machen will», berichtet Mathys über ihre sportlichen Anfänge.

Wunschtraum Weltmeistertitel

Mittlerweile trainiert sie zweimal wöchentlich und das Repertoire an Erfolgen lässt sich durchaus sehen. Dreimal wurde sie Schweizer Meisterin bei den Kindern, zweimal im Solo und einmal in der Formation, bestehend aus 24 Tänzerinnen und Tänzern. Ebenfalls gewann sie 2010 bereits eine WM-Bronzemedaille im Duo. Doch die 13-Jährige gibt sich noch nicht zufrieden: «Das Grösste wäre für mich der Weltmeistertitel im Solo.» Die nächste Chance dazu bietet sich im Dezember im Ostdeutschen Riesa. «Ich versuche, es locker anzugehen und schaue von Runde zu Runde», gibt sich Mathys abgeklärt. Überhaupt ist sie für ihr Alter extrem reif und medienerprobt. Mit ihren Steppkünsten konnte sie bereits einmal bei «Zambo» im Schweizer Fernsehen auftreten. Aber die junge Baslerin sieht sich keineswegs als Star. Neben dem Sport und der Schule führt Mathys ein ganz normales Teenager-Leben. «Ich treffe mich gerne mit Freundinnen zum Filmeschauen oder einfach nur zum Quatschen», erläutert sie. Zudem hat sie zwei Zwerghasen als Haustiere.

Über ihre Zukunft nach der obligatorischen Schulzeit ist sich Mathys noch nicht im Klaren: «Medizin interessiert mich, aber auch Sprachen, vor allem Englisch.» Die englische Sprache begleitet sie auch neben dem Schulunterricht. «Die besten Stepptänzer sind aus Amerika oder Australien und durch die Teilnahme an internationalen Turnieren habe ich Freunde auf der ganzen Welt gefunden. Mit ihnen chatte ich per Facebook, auf Englisch natürlich», führt Mathys aus. Anfang Dezember sieht sie ihre Freunde wieder und wird trotz Freundschaft versuchen, sie alle hinter sich zu lassen.