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Für Congeli bleibt die Lage trotz des Erfolgs über den FC Bern kritisch

Nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Bern schafft Erstligist Concordia den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Um den Ligaerhalt zu erreichen, ist in der letzten Runde gegen Luzern höchstwahrscheinlich aber ein weiterer Sie nötig.

Jeremy Weill
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Concordias Goalie Niklas Lindenthal (2.v.l.) schneller am Ball als der Berner Stürmer Lukas von Känel (l.).
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Concordias Aliyar Özmen (l.) scheitert in der Nachspielzeit an Berns Goalie Remo Burri.
Die neu eröffnete Tribüne im Leichtathletik-Stadion war gut gefüllt.
Concordias Trainer Peter Schädler.
Bilder vom Spiel Concordia gegen FC Bern

Concordias Goalie Niklas Lindenthal (2.v.l.) schneller am Ball als der Berner Stürmer Lukas von Känel (l.).

sportives.ch

Es war lange das grosse Ziel von Concordia Basel: Bis am Schluss noch im Abstiegsrennen dabei zu sein. Dies ist nun der Fall. Mit 2:0 bezwang Congeli den direkten Konkurrenten FC Bern und zieht damit in der Tabelle an den Hauptstädtern vorbei auf einen Nichtabstiegsplatz. Ein fantastisches Weitschusstor aus rund 35 Meter von Kapitän Yunus Koc und ein nicht minder schöner Schlenzer von Berkant Eraslan kurz vor der Pause waren die Highlights dieses durchschnittlichen Spiels.

„Ich hätte doch ein stärkeres Bern erwartet“, erklärte Concordia-Sportchef Reto Fluri nach der Partie. „Das 3:0 wäre zudem möglich gewesen.“ Tatsächlich hatten die Blauweissen gegen Ende der 90 Minuten noch einige sehr gute Möglichkeiten, scheiterten jedoch immer am eigenen Unvermögen. Der Jubel nach dem erst zweiten Spiel, das in dieser Rückrunde nicht verloren ging, war dennoch verhalten. Denn die zwei Punkte Vorsprung auf Bern werden in der letzten Runde schwer zu bewahren sein.
Concordia spielt nämlich kommenden Samstag auswärts beim Nachwuchsteam des FC Luzern, gegen die man in der Hinrunde mit einer debakulösen 1:12-Niederlage vom Feld gefegt wurde. Die Berner wiederum spielen zu Hause gegen den FC Grenchen. Die Solothurner sind klar Letzter dieser 1. Liga-Gruppe, haben gestern gegen Cham 0:10 verloren und besitzen ein Torverhältnis von 16:142 (!). Auf die Grenchner ist also ebenso wenig Verlass wie auf das eigene Torverhältnis, weshalb ein Unentschieden in Luzern bei einem Berner Sieg nicht reichen würde.

Reto Fluri ist sich dieser Situation bewusst und versucht alles um in seiner letzten Saison bei den Baslern erfolgreich zu sein: „Ich werde diese Woche noch einmal diverse Einzelgespräche führen, die Spieler müssen konzentriert bleiben.“ Fluri wird in gleicher Funktion zum FC Aesch wechseln. Trainer Peter Schädler übrigens blieb seiner Rolle treu, nicht mit den Medien zu sprechen, um sich auf seine Traineraufgabe zu konzentrieren. Wie gut das klappt, wird sich nächste Woche zeigen.
Concordia Basel – FC Bern 2:0 (2:0)
LA-Stadion St. Jakob – 500 Zuschauer. - Tore: 12. Koc 1:0. 45. Eraslan 2:0.
Congeli: Lindenthal; Rahmen, Kurt, Schneider, Stenz; Iberdemaj, Eraslan, Kassem, Koc (86. Özmen); Polat, M. Savanovic (88. Leonardi).
Bern: Burri; Tangarife (58. Nastoski), Borgmann, Belchev, Maksutaj; Mahmudi, Thalmann, Hubacher, Ortelli; Pfister, Dzonlagic (74. Von Känel).
Bemerkungen: Verwarnungen: 18. M. Savanovic, 31. Thalmann, 55. Schneider, 63. Maksutaj, 65. Borgmann, 95. Kassem (alle Foul), 96. Rahmen (Ball wegschlagen).

1. Liga, Gruppe 2: Black Stars Basel - Luzern II 3:3. Concordia Basel - FC Bern 2:0. Grenchen - Cham 0:10. Münsingen - Young Boys II 5:3. Wangen bei Olten - Kriens 1:1. Zug 94 - Solothurn 5:0. - Rangliste: 1. Cham 25/59 (84:35). 2. Kriens 25/58 (82:21). 3. Zug 94 25/53 (73:31). 4. Wangen bei Olten 25/46 (55:34). 5. Solothurn 25/44 (53:34). 6. Young Boys II 25/42 (56:45). 7. Black Stars Basel 25/41 (57:50). 8. Münsingen 25/39 (60:43). 9. Luzern II 25/38 (76:40). 10. Sursee 25/33 (46:50). 11. Schötz 25/25 (33:51). 12. Concordia Basel 25/13 (23:90). 13. FC Bern 25/11 (18:66). 14. Grenchen 25/5 (16:142).

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