Fussball
Ein Gast aus dem Fernen Osten begleitet Yapis Rückkehr

Gilles Yapi gibt morgen gegen Wohlen sein Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause. Aussderm nutzt der FCB die Nati-Pause, um einen 18-jährigen Innenverteidiger aus Südkorea zu testen.

Sebastian Wendel
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Ist das Kwang-Ryong Pak? Darf das nordkoreanische Stürmertalent nach seiner Zurückstufung in die U21 wieder in der ersten Mannschaft mittun? Der Beobachter musste gestern beim Training des FC Basel zwei Mal hinschauen, um Antworten auf die obigen Fragen zu erhalten. Sie lauten zwei Mal «Nein».

Der gross gewachsene Fussballer mit asiatischem Antlitz sieht Pak von Weitem zwar zum Verwechseln ähnlich, damit hat es sich aber mit den Gemeinsamkeiten. Der Unbekannte heisst Donghyun Lim, ist Südkoreaner, 18 Jahre alt, Innenverteidiger und Jugendnationalspieler seines Heimatlandes.

Dünne Personaldecke

Testspieler macht man in Basel eher selten aus. Dass Lim mitmachen darf, hat mit der momentan dünnen Personaldecke zu tun. FCB-Trainer Heiko Vogel stehen wegen der Länderspieltermine nur gerade 15 Profis zur Verfügung. Also ging man auf die Anfrage von Lims Berater, ihn vorführen zu dürfen, ein. Lim bleibt vorerst bis Ende Woche. Vogel wird ihn auch im morgigen Testspiel gegen den FC Wohlen (15 Uhr, Stadion Schützenmatte) einsetzen.

Gegen den Tabellenneunten der Challenge League wird nach knapp zweimonatiger Verletzungspause Gilles Yapi sein Comeback geben. Nachdem er langsam wieder herangeführt worden war, machte der Ivorer im gestrigen Training, in dem die FCB-Spieler neue Bälle von Ausrüster Adidas testeten, einen lebhaften und topfitten Eindruck. Heiko Vogel schmerzte die lange Absenz seiner Nummer 10 in den letzten Partien, insbesondere in den verlorenen Playoff-Duellen gegen den rumänischen Meister Cluj, sehr. Umso mehr erhofft er sich von Yapi nun neue Impulse. «Seine grossen Qualitäten sind die Übersicht und der Umgang mit dem Ball, diese Dinge haben uns zuletzt gefehlt», sagt Vogel.

12 von 53

Während sich Yapi und der Rest der Daheimgebliebenen für das nächste Super-League-Spiel in Luzern vorbereiten, halten ihre Teamkollegen rund um die Welt die Knochen für verschiedene Nationalmannschaften hin. Vom Kader der ersten Mannschaft fehlen 12 Spieler.

Sie sind nur knapp ein Viertel aller beim FC Basel lizenzierten Nationalspielerinnen und Nationalspieler. Rotblau stellt von der U15 bis zu den A-Auswahlen nicht weniger als 53 Internationale. Einige von ihnen dürften in ein paar Jahren mehreren als nur einem Kreis von Insidern bekannt sein.