FC Basel
Die magische Champions League Nacht in Basel ist für manchen Spieler «Unglaublich» und «unvergesslich»

ach dem geschichtsträchtigen 5:0 Sieg gegen Benfica Lissabon konnten die Spieler des FC Basel ihre Glücksgefühle nicht verbergen.

Céline Feller
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Die Spieler des FC Basel feiern den höchsten Champions-League-Sieg ihrer Vereinsgeschichte.

Die Spieler des FC Basel feiern den höchsten Champions-League-Sieg ihrer Vereinsgeschichte.

Keystone

Nicht nur das deutliche Resultat des FC Basel gegen Benfica Lissabon war eine dicke Überraschung, sondern auch die Wahl eines Startelf-Spielers: Raoul Petretta. Der erst 20-Jährige durfte im grossen Spiel gegen die Portugiesen von Beginn an ran. Und das, nachdem er in dieser Saison in der Meisterschaft noch gar nicht zum Zug gekommen ist. Nur in den beiden Cupspielen gegen Wettswil-Bonstetten und Chiasso spielte er jeweils durch. Am Mittwochabend aber tauschte er plötzlich die Provinz-Plätze gegen die ganz grosse europäische Bühne ein.

Am Morgen vor dem Abschlusstraining hatte sein Trainer Raphael Wicky ihm dies mitgeteilt. Sorgte das Debüt in der Königklasse für Nervosität? «Nein, ich hatte gar keine weichen Knie. Ich habe das vollste Vertrauen vom Trainer bekommen und dieses habe ich auch in mich.» Petretta war damit Teil einer «magischen Nacht», wie er das zugleich unerwartete und überzeugende 5:0 der Basler gegen den Benfica immer wieder nannte. «Wir sind einfach alle glücklich und zufrieden.

Es hat alles geklappt, was wir wollten. Der Trainer hat uns sehr gut eingestellt», gab Petretta zu Protokoll. Jeder habe bis ins kleinste Detail gewusst, was zu tun und abzurufen sei, damit es für einen Sieg reichen könnte. «Und wenn es dann klappt, dann Chapeau», so Petretta, der sein Dauergrinsen gar nicht erst zu verstecken versuchte. Ähnlich ging es Marek Suchy. Der Captain gab auf Deutsch Auskunft und konnte es auch mit ein bisschen Abstand noch kaum fassen: «Es ist unglaublich. Das war einfach unsere Nacht.» Alleine aufgrund des Resultates sei es das beste Champions-League-Spiel seiner Karriere und «einfach unvergesslich.»

Renato Steffen, der einen «perfekten Abend» sah, der «aber auch etwas erzwungen werden musste», blickte schon kurz nach dem Spiel in die Zukunft. Dank dem Sieg und den fünf Toren konnte der FCB auf Platz 2 in der Gruppe springen. Jetzt warten die beiden Duelle gegen ZSKA Moskau, zuerst auswärts, am 18. Oktober, und dann am 31. 10. zu Hause. «Wir haben uns eine sehr gute Ausganglage geschaffen. Aber jetzt kommen zwei schwierige Spiele gegen die Russen, die zuerst gewonnen werden müssen.» Dass dies nicht einfach werde, sei allen bewusst. «Wir müssen mit der genau gleichen Einstellung spielen wie jetzt und alle wieder füreinander fighten.» Vor den nächsten Fights stand aber noch feiern an. Zum einen den Sieg, zum anderen den Geburtstag von Doppeltorschütze Dimitri Oberlin. «Ich hoffe, er zahlt jetzt gleich drei Runden», sagte dazu Petretta lachend.