FC Basel

Die grossen Fragen des Urs Fischer nach dem Spiel gegen Sevilla

Urs Fischer muss auf einer Position eine gute Lösung finden. Einfach wird das nicht.

Urs Fischer muss auf einer Position eine gute Lösung finden. Einfach wird das nicht.

Nach Sevilla ist vor St. Gallen: Schon am Sonntag spielt der FCB bereits wieder. Er empfängt um 13.45 Uhr (im Liveticker) den FC St. Gallen. Für das nächste Spiel stellen sich Fischer vor allem auf einer Position sehr viele Fragen.

Noch keine 24 Stunden ist es her, seit das letzte Spiel des FC Basel abgepfiffen wurde. 0:0 gegen den Titelverteidiger aus Sevilla, ein gutes Resultat. Diese Ansicht teilt auch Urs Fischer. Denn der FCB-Trainer musste heute bereits wieder Auskunft geben. Seine Meinung zu der Leistung seines Teams ist auch nach einer - wenn auch nicht allzu ruhigen Nacht und ohne das Spiel noch einmal gesehen zu haben - immer noch die selbe wie gestern: «Das war eine reife, abgeklärte Leistung.»

Seine Mannschaft hätte Möglichkeiten gehabt, das Spiel auch zu gewinnen, sagt er weiter. «Es war gut, wirklich gut.» Nicht gut war dafür der Abend für Michael Lang. Der Aussenverteidiger knickte im Zweikampf mit Trémoulinas sehr unschön ab und musste nach der Pause in der Kabine bleiben. «Es geht ihm etwas besser. Er wird aber heute Nachmittag eine Untersuchung haben um das genauer abzuklären.» Lang selber habe in der Pause gesagt, dass es nicht mehr weiter gehe. «Anfangs war die Schwellung noch okay, dann hat es noch funktioniert», erklärt Fischer, wieso Lang noch etwa zehn Minuten nach dem Zweikampf weitergespielt hatte. «Dann ist die Schwellung aber gewachsen und das Risiko und die Schmerzen wurden zu gross.»

Glücklicherweise ist Lang aber der Einzige, der sich ernsthafter verletzt haben könnte. «Die Anderen haben Bobolis, ja. Die haben Schläge abbekommen, klar, aber es ist bei allen okay.» Auch Birkir Bjarnason, der mit einer Manschette an seiner lädierten Hand spielte, die er hatte operieren lassen müssen nach einem Bruch, habe keine Probleme gehabt.

Fragezeichen Innenverteidigung

Doch auch wenn auf den ersten Blick die Personalsituation somit nicht viel schlechter aussieht als vor dem gestrigen Spiel gegen Sevilla, steht Fischer dennoch vor einem Problem. Denn Walter Samuel holte sich gestern eine gelbe Karte und fehlt somit gesperrt im Rückspiel. Eine Tatsache, die Fischer auf der Position des Innenverteidigers etwas ins Grübeln bringt. Denn: Manuel Akanji hat einen Kreuzbandriss erlitten und fehlt bis im Herbst und Daniel Hoegh, der gestern zwar drei Minuten zum Einsatz kam, ist völlig aus dem Rhytmus. Sein letztes Spiel bestritt der Däne im Oktober gegen den SV Muttenz.

So stellen sich diverse Fragen vor dem Spiel gegen den FC St. Gallen am Sonntag. Soll Fischer Samuel spielen lassen, um eine Verletzung Hoeghs zu verhindern und ausserdem dessen Kräfte zu schonen? Oder soll Hoegh spielen, eben weil ihm die Praxis fehlt, damit aber das Risiko einer Überlastung eingegangen werden? Fischer sagt, er könne und wolle das noch nicht abschliessend beantworten. Da ihm mit Lang eventuell noch ein weiterer Spieler in der Abwehr fehlen wird, «wird Hoegh zwingend zum Thema. Aber jetzt habe ich schon zu viel verraten.»

Bei Fischer stehen also noch ein paar Denkübungen an, im Hinblick auf St. Gallen und Sevilla. Eventuell hole er einen Jugendspieler wie Pedro Pacheco in die erste Mannschaft, und auch Philipp Degen sei natürlich eine Möglichkeit. Er sei komplett fit, sonst würde er auch gar nicht erst zur Diksussion stehen.

Was jedoch schon klar ist, ist dass der FCB sich am Sonntag für die Niederlage im letzten Aufeinandertreffen mit den Ostschweizern revanchieren will. Damals kam der FCB mit dem starken Schneefall nicht zurecht und kassierte eine 1:2-Niederlage. «Sie haben damals nicht unverdient gewonen. Sie werden uns das Leben schwer machen.»

Extra motivieren müsse er seine Mannschaft nicht, auch wenn das Spiel gegen St. Gallen den Anschein macht, weniger wichtig zu sein als die beiden Partien gegen Sevilla. «Wir wollen diesen siebten Titel in der Liga und sind noch nicht am Ziel. Deshalb ist es enorm wichtig, dass diese drei Punkte in Basel bleiben.»

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