Basketball

Den Starwings fehlt es schlicht an der (Kader-)Breite

Die Starwings mussten ohne Punkteausbeute wieder nach Hause reisen. (Symbolbild)

Die Starwings mussten ohne Punkteausbeute wieder nach Hause reisen. (Symbolbild)

Nach der Kanterniederlage vom Freitagabend gegen Tabellenführer Union Neuchâtel (63:99) zeigten die Unterbaselbieter in der Ajoie eine feine Reaktion – und waren doch erwartungsgemäss chancenlos. Die Starwings verloren das Basket-Derby in Boncourt mit 78:88 (38:47).

Im Spitzen-Basketball ist es eigentlich undenkbar, dass ein Akteur über die gesamte Matchdauer von 40 Minuten auf dem Parkett steht. Basket ist nicht das – meist von Fussballern – verschriene «körperlose Spiel», sondern (gerade unten den Körpern) sehr kräfteraubend. Die Starwings, respektive deren Trainer Roland Pavloski, musste aber am Sonntagabend beim Verbandsderby in Boncourt gleich drei Spieler (die drei Profis) durchspielen lassen. Ein absoluter Anachronismus. Aber notwendig, damit die «Wings» überhaupt kompatibel sind. In der Ajoie kam Zuzug Philipp Sager (Ex-Aarau) für acht Minuten aufs Feld; ansonsten agierte das gewohnte Stammquintett.

Stark der Auftritt von Center Devonte Upson, der gegen Neuchâtel noch «neben den Schuhen gestanden hatte». Und auch Branislav Kostic war überzeugend. Was man von Lorenza Ross nicht sagen kann, der in jedem Spiel seinem direkten Antipoden stets unterlegen ist und seiner Equipe weder ein Spielmacher und auch nicht Skorer ist.

Aus vier mach drei…

Boncourt hingegen leistet sich den (seltsamen) Luxus, dass es seit zwei Wochen gleich vier amerikanische Profispieler beschäftigt. Am Freitag, bei der 73:80-Niederlage in Fribourg, pausierte Jonathan Arledge. Gegen das Birstaler Kombinat spielte er – und war bester Mann und Topskorer der Partie. Dafür durfte Zuzug Emmanuel Holloway zuschauen… Und der Gastgeber konnte als neunten Mann, für einige symbolische Minuten, den National- und Profispieler Evrard Atcho bringen. Verhältnisse, die bei Pavloski wohl ein Mix aus Frust und Ohnmacht, aber auch Stolz auslösen, weil die Starwings in der Tat mit gar ungleichen Möglichkeiten gegen die Liga (ausser die Neulinge Central Luzern und Winterthur) kämpfen.

Seit Wochen liefern die Bankspieler wenig bis nichts. Bei keinem (Ausnahme Sager) sieht man eine Entwicklung – das sind keine guten Perspektiven für einen Verein, der mit dem Minimum an Spielern (durch-)spielt. Am nächsten Sonntag kommt es zu einer Art «Final» gegen Luzern. Bei einem Erfolg stünden die Starwings als letzter Playoff-Teilnehmer fast sicher fest. Bei einer Niederlage würde es nochmals sehr eng. Allerdings werden in den Playoffs mit drei Matches innert sechs Tagen die Möglichkeiten von Auswechslungen und Alternativen vonnöten sein. Diese sind in Birsfelden aber nicht vorhanden.

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