FC Basel

Aus der Traum vom Final dehai: Der FCB scheidet aus der Europa League aus

Zehn Minuten reichen dem FC Sevilla, um drei Tore gegen den FC Basel zu erzielen und den FCB somit aus dem Wettbewerb zu werfen. Somit steht der Titelverteidiger im Viertelfinale, für den FCB gibt es nur noch die Meisterschaft.

43 Minuten und einige Sekunden lang konnte der FC Basel träumen vom grossen Wurf. Davon, mit dem FC Sevilla den Europa-League-Titelverteidiger und Rekordhalter aus dem Wettbewerb zu werfen und dem Final im eigenen Stadion einen Schritt näher zu kommen. Doch dann Kevin Gameiro.

Sevilla – FC Basel 3:0 – alle Tore und die wichtigsten Momente der Partie

Sevilla – FC Basel 3:0 – alle Tore und die wichtigsten Momente der Partie

Zehn Minuten reichen dem FC Sevilla, um drei Tore gegen den FC Basel zu erzielen und den FCB somit aus dem Wettbewerb zu werfen. Somit steht der Titelverteidiger im Viertelfinale, für den FCB gibt es nur noch die Meisterschaft.



Zur Freude der Sevilla-Anhänger nahm ihr Liebling die Sache in die Hand und versetzte den Gästen aus der Schweiz mit zwei Toren innert einer Minute den Genickschlag: In der 44. Minute vollendete der Franzose die brillante Vorarbeit von seinem Captain Reyes zum 2:0. Beim nächsten Angriff der «Sevillanos» stand Gameiro wieder goldrichtig, köpfelte den Ball erst an die Latte, um ihn dann im Liegen über die Linie zu stochern.

Kevin Gameiro lässt Tomas Vaclik keine Chance.

Kevin Gameiro lässt Tomas Vaclik keine Chance.



0:3. Das war natürlich das Ende aller Hoffnungen der Basler. Ab sofort war Schadensbegrenzung angesagt. Eine Schmach wie das 0:5 vor zwei Jahren in Valencia wäre ein unschönes Ende einer mit fortlaufender Dauer gelungenen Europacup-Kampagne gewesen und hätte die Mannschaft von Urs Fischer auch nicht verdient.

Daniel Hoegh im Mittelpunkt

Mit einem 0:0 aus dem Hinspiel und der Gewissheit, dem grossen Sevilla mehr als nur Paroli bieten zu können, war der FCB nach Andalusien gereist. Mit Mut und dem Glauben an die grossen, eigenen Fähigkeiten wolle man antreten, sagte der Trainer.

Um seine Worte zu untermauern, machte Fischer einen Vergleich mit dem Nationalsport der Spanier, der in Sevilla seinen Ursprung hat: «Wir müssen sein wie ein Torero vor dem Stierkampf. Furchtlos und mit einer Mischung aus Sicherheitsdenken und Angriffslust.»

Fischer schickte seine rot-blau gekleideten Toreros in der gleichen Formation wie im Hinspiel in die Arena, personell hingegen war er in der Innenverteidigung gezwungen zu wechseln: Daniel Hoegh spielte für den gesperrten Walter Samuel. Breel Embolo, im Hinspiel gesperrt, sass zu Beginn auf der Bank. Fischer wollte die überzeugende Elf aus dem Hinspiel nicht auseinanderreissen.

Für Sevilla war der FCB nicht mehr als eine von mehreren Hürden auf dem Weg ins dritte Endspiel in Folge. Die Spanier konnten sich auf die unglaubliche Bilanz von 16 gewonnen Heimspielen in Serie verlassen.

Jubel bei Sevilla, Frust beim FC Basel.

Jubel bei Sevilla, Frust beim FC Basel.

Zweifel, dass gegen die Schweizer etwas schiefgehen könnte, waren keine zu vernehmen. Die Fans trugen im proppenvollen und imposanten «Estadio Ramon Sanchez Pizjuan» ihren Teil bei und feuerten ihre Mannschaft an, als wollten sie den Ball ins Tor schreien.

Lange wehrte sich der FCB clever und durchaus auch mit Mut zur Offensive gegen die drückenden Spanier. Daran konnte auch das 0:1 durch Adel Rami nach einem Corner nichts ändern: Ein Tor, und Basel wäre wieder im Rennen gewesen.

Dieses erhoffte 1:1 fiel denn kurz nach dem 0:1 auch fast: Hoegh aber sah seinen Kopfball brillant abgewehrt von Soria. Pech für den Dänen, der nicht den sichersten Eindruck hinterliess und Sevilla-Torschütze Rami zu einfach gewähren liess.

Eine weitere Chance auf einen Treffer bot sich in der Folge nicht mehr. Dafür wurde der Druck von Sevilla immer grösser und war für die Basler kurz vor der Halbzeit nicht mehr zu stemmen.

Teil zwei des Spiels verkam zum Schaulaufen des Heimteams, bevor das Ende eines weiteren Basler Europacup-Abenteuers sein Ende fand. Der FCB-Torero musste sich eingestehen, letztlich chancenlos gewesen zu sein gegen den Stier aus Sevilla. Immerhin: Aufgespiesst wurde der FCB nicht, er hat sein Gesicht gewahrt.

Für Rot-Blau geht es in den kommenden Wochen nun darum, sich so schnell wie möglich den Meistertitel in der Super League auch rechnerisch zu sichern. In der nächsten Saison spielt Basel dann wieder auf der grössten aller Bühnen, in der Champions League. Schöne Aussichten nach dem unschönen Abend in Sevilla.

Der Spielverlauf zum Nachlesen in unserem Liveticker:

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