Tour de France

Auf Marc Hirschi hat die Rad-Schweiz Jahrzehnte gewartet

Raphael Gutzwiller
Etappensieger: Marc Hirschi.

Etappensieger: Marc Hirschi.

Der Etappensieg des Berners Marc Hirschi ist beeindruckend, historisch und verdient. Warum er der Mann sein könnte, auf den die Rad-Schweiz seit Jahrzehnten wartet.

Raphael Gutzwiller.

Raphael Gutzwiller.

22 Jahre jung und schon bei den Besten dabei: Das ist Marc Hirschi, Supertalent und seit heute Donnerstag Etappensieger an der Tour de France. Ein Erfolg, der nicht hoch genug zu werten ist. Bei seiner ersten Teilnahme ist Hirschi der erste Schweizer seit Fabian Cancellara 2012, der eine Etappe gewinnen kann.

Hirschi hat hartnäckig auf dieses Ziel hingearbeitet. Schon zweimal kämpfte er um den Etappensieg: Rang 2 und 3 waren die Resultate. Jetzt reichte es zum grossen Coup. Überraschend ist der Sieg dennoch. Hirschi wurden vor der Tour einzelne Topklassierungen zugetraut, aber gleich dreimal um den Sieg zu Fahren zeugt von Reife und Qualität. Sein Renngespür bewies er beim Etappensieg eindrücklich. Im richtigen Moment kam der Angriff, worauf eine Solofahrt ins Ziel folgte. Natürlich profitiert der Youngster auch von der Teamtaktik von Sunweb, in der er von Helferaufgaben befreit wird.

Die Erfolge von Marc Hirschi machen Lust auf mehr. Zwar stammt er wie Cancellara aus Ittigen, er wird aber eine andere Karriere machen. Cancellara war Zeitfahrspezialist. Hirschi aber könnte sogar zu einem Mann werden, auf den die Rad-Schweiz seit Jahrzehnten wartet: Einer, der auch im Tour-Gesamtklassement vorne mitmischen kann.

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