Baden Masters

«Wir gehen nicht auf das Eis, um zu verlieren»: Marcel Käufeler und Romano Meier wollen am Baden Masters überzeugen

Will in Baden die Konkurrenz fordern: Das Team Schwaller mit Marcel Käufeler, Michael Brunner, Yannick Schwaller und Romano Meier (v.l.).

Am Baden Masters wollen Marcel Käufeler und Romano Meier aus dem Team Schwaller die Stars der Curlingszene herausfordern. Auch Andreas Schwaller, Chef Leistungssport bei Swiss Curling, glaubt fest an den Erfolg des Teams.

Norwegen mit Thomas Ulsrud, Schweden mit Niklas Edin und Schottland mit Bruce Mouat: Wenn am Wochenende anlässlich des Baden Masters die Stars der Curlingszene im Kanton Aargau gastieren, dann sind auch zwei Einheimische mit von der Partie. Marcel Käufeler aus Wettingen und Romano Meier aus Ehrendingen wollen mit dem Team Schwaller, rund um den Solothurner Yannick Schwaller, die Konkurrenz herausfordern.

Von den grossen Namen lassen sie sich dank Heimvorteil nicht einschüchtern. Das Eis, auf dem sie am Wochenende stehen, die Steine, mit denen sie sich duellieren – all diese Gegebenheiten und deren Eigenheiten sind ihnen genaustens bekannt.

«Wir sind in dieser Halle aufgewachsen, kennen sie in- und auswendig», sagt Romano Meier. Sein Teamkollege Marcel Käufeler bestätigt dies. «Ich habe, wie Romano, jahrelang für den CC Baden Regio gespielt. Wir kennen die Umgebung , haben uns hier drei Wochen lang intensiv vorbereitet», so der 25-Jährige.

Vertrauen dank internationaler Erfahrung

Ins gleiche Horn bläst auch Andreas Schwaller, seines Zeichens Chef Leistungssport bei Swiss Curling. Er weiss um die Stärke der Gegner, glaubt aber nicht nur dank Heimvorteil an ein Duell auf Augenhöhe. Gerade das Team De Cruz, das im April an der Weltmeisterschaft in Kanada Bronze gewinnen konnte, braucht sich nicht zu verstecken.

Doch auch dem Team Schwaller prophezeit der Onkel von Yannick Schwaller eine erfolgreiche Zukunft. «Noch fehlt ihnen allerdings die Erfahrung auf internationaler Ebene und das Vertrauen, das man dort sammeln kann», erklärt er den Unterschied zwischen den zwei Teams.

Nichtsdestotrotz strotzen die Aargauer Curler vor Selbstvertrauen. «Natürlich ist das Ziel immer der Turniersieg. Wir gehen nicht auf das Eis, um ein Spiel zu verlieren», sagt der 24-jährige Meier. Wie er zählt auch Käufeler auf die intensive Vorbereitung und die Unterstützung vor Ort: «Es ist schön, wenn Freunde und Familie auf so einfachem Weg an die Spiele kommen können.»

«Die beiden im Final, das wäre ein Traum!»

Für die erste Standortbestimmung ist das Team gerüstet. Das muss es auch sein. Das Turnier hat laut Schwaller einen grossen Stellenwert: «Es ist schon deswegen wichtig, weil es ein Weltcupturnier auf Schweizer Boden ist. Für die Teams geht es darum, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Nur so wird die Teilnahme an weiteren Turnieren sichergestellt.»

Während sich zuletzt das Team Ulsrud aus Norwegen den Sieg vor dem schwedischen Team Edin sicherte, sollen die Schweizer heuer im Final wieder mitreden können. Im letzten Jahr besiegte das Genfer Team von Peter De Cruz zwar das Team Schwaller, unterlag dann aber in der nächsten Runde Schweden.

Das Wunschszenario von Andreas Schwaller dreht sich nun um eine erneute Schweizer Begegnung – allerdings mit einer kleinen Änderung: «Die beiden im diesjährigen Final, das wäre ein Traum!» Und wer weiss: Vielleicht klappt es dann endlich mit dem Aargauer Heimvorteil.

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