Challange League
Unentschieden: Wohlen sündigt im Abschluss

Die Freiämter lassen beim 0:0 gegen Etoile Carouge zwei Punkte im Abstiegskampf liegen. Trotz der Nullnummer bleibt der FC Wohlen auf dem rettenden Rang 11 weil Konkurrent Nyon zu Hause gegen Locarno ebenfalls nur einen Zähler holte.

Hannes Hurter
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Wohlens Gaspar verpasst eine seiner Grosschancen und kann das Unentschieden auch nicht abwenden. Alexander Wagner

Wohlens Gaspar verpasst eine seiner Grosschancen und kann das Unentschieden auch nicht abwenden. Alexander Wagner

Lange Gesichter auf der Niedermatten. Das 0:0 gegen Etoile Carouge ist im Kampf um den Einzug in die neue Zehnerliga möglicherweise zu wenig. Mit einem Sieg hätte man Nyon um zwei Punkte distanzieren können, so bleiben die beiden Klubs drei Runden vor Schluss punktgleich. Für den FC Wohlen und seine Fans war es ein Nachmittag zum Verzweifeln: Mehr Spielanteile, mehr Chancen, drei sogenannte «Hundertprozentige» – trotz alledem brachten die Freiämter kein Tor zustande.

«Wir sind selber schuld», sagte Wohlen-Trainer Ryszard Komornicki schonungslos, «dieses Spiel hätten wir ganz einfach gewinnen müssen. Es funktionierte eigentlich alles – bis auf die Chancenauswertung.» In der Tat, nach den beiden Vollerfolgen gegen Nyon und Delémont war Wohlen gewillt, den dritten Sieg in Serie einzufahren. Der FCW trat zum dritten Mal hintereinander mit denselben zehn Feldspielern in der Startformation an. Zunächst bekundeten die Wohler Mühe, in der Offensive Konstruktives zu zeigen. Die FCW-Verteidigung hatte das offensiv zweitschlechteste Team der Liga hingegen jederzeit im Griff.

Nach der Pause legten die Freiämter zu und erarbeiteten sich Möglichkeiten: Romano lancierte Gaspar ideal, der Brasilianer setzte den Ball zum Entsetzen des Wohler Anhangs alleine vor Goalie Roth neben das Tor (53.). Das offensive Feuerwerk zündete das Heimteam erst in der Schlussphase. Dafür dann aber umso heftiger und im Minutentakt: Renfer vertändelte den Ball nach einem Steilpass von Mustafi in aussichtsreichster Position (84.), Gaspar konnte eine Romano-Flanke nur um Zentimeter nicht über die Linie drücken (85.), wiederum Gaspar verpasste das so herbeigesehnte 1:0 nach einer Hereingabe von Pnishi nur knapp (86.).

«Das 0:0 ist nicht gerecht», sagte Mittelfeldspieler und Geburtstagskind Daniele Romano hinterher, «wir sind einfach fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen.» Ähnlich sah es auch Wohlens Präsident Andy Wyder: «Nach diesem Auftritt ist das Unentschieden zu wenig. Wir hatten drei Punkte budgetiert, was der eine Punkt nun wert ist, werden wir sehen.»

Der Abstiegskampf bleibt ein Thriller: Für den FC Wohlen stehen die schweren Auswärtspartien bei den Tessiner Barrage-Anwärtern Lugano und Bellinzona an, dazwischen das letzte Heimspiel gegen Vaduz. Das punktgleiche Stade Nyonnais hat mit Kriens,Chiasso und Winterthur noch das vermeintlich leichtere Schlussprogramm vor sich.