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Aarau besiegt GC schon vor dem Saisonstart: Shkelzen Gashi spielt ab Januar 2020 im Brügglifeld und nicht für die Hoppers

Shkelzen Gashi kehrt aller Voraussicht nach zum FC Aarau zurück

Shkelzen Gashi kehrt aller Voraussicht nach zum FC Aarau zurück

Gemäss «AZ"-Recherchen ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis der FC Aarau einen prominenten Zugang vermeldet: Shkelzen Gashi kehrt im Januar 2020 zurück. Bis dahin ist er vertraglich an die amerikanische Profiliga MLS gebunden.

Das erste von vier Aufeinandertreffen in der kommenden Saison zwischen dem FC Aarau und GC steigt am 2. August im Brügglifeld. Doch schon jetzt hat Aarau die Hoppers ein erstes Mal besiegt – und zwar auf dem Transfermarkt. Dort waren auch die Zürcher hinter Stürmer Shkelzen Gashi (wird am 15. Juli 31) her – doch der entschied sich für einen Wechsel nach Aarau.

Gemäss Recherchen der «Aargauer Zeitung» wird Gashi ab Januar 2020 das FCA-Trikot tragen. Warum nicht per sofort? Antwort: Gashis Vertrag beim US-Klub Colorado Rapids läuft noch bis Ende Jahr. Gemäss der amerikanischen Profiliga MLS kassiert der albanisch-schweizerische Doppelbürger im Kalenderjahr 2019 brutto rund 1,5 Millionen Franken. Diese Summe will sich Gashi noch sichern, ehe er gleichzeitig mit der Rückkehr in die Schweiz eine erhebliche Lohneinbusse in Kauf nehmen muss.

Kommt dazu: In den USA kassieren die aussortierten Spieler den Lohn von der Liga. Im Gegenzug muss ein vereinsloser Profi dem Ruf eines anderen Klubs folgen, wenn dieser ihn während der laufenden Vertragsdauer verpflichten will. Heisst: Meldet zum Beispiel in der kommenden Woche Chicago Anspruch auf Gashi an, muss dieser innerhalb von drei Tagen dort auf der Matte stehen.

Flucht aus Basel nach Amerika

Ab dem 1. Januar 2020 wird Gashi dann ein Spieler des FC Aarau sein. Dessen Fans haben ihn in bester Erinnerung: Bereits von Januar 2011 bis Juni 2012 lief er im Brügglifeld auf, erzielte in 44 Spielen 23 Tore und bereitete deren 19 vor. Nach dem Scheitern in der Barrage gegen Sion zog er weiter in die Super League zu GC, wo er so richtig durchstartete: Im zweiten Jahr bei den Hoppers wurde er Torschützenkönig, was ihm einen Vertrag beim damaligen Ligakrösus FC Basel einbrachte. Bei Rot-Blau wiederholte er dieses Kunststück und warf mit den Baslern den FC Liverpool aus der Champions League.

Gashi schien auf dem Weg zur grossen Figur beim FCB, doch dann verliess Trainer und Gashi-Förderer Paulo Sousa den Klub. Dessen Nachfolger Urs Fischer hatte je länger, je mehr keine Verwendung mehr für den albanischen Nationalspieler (16 Einsätze). Da kam im Januar 2016 das Angebot aus den USA gerade recht: Gashi unterschrieb in Colorado einen mehrere Millionen schweren, bis Ende 2019 gültigen Vertrag. Als einer von drei pro Team erlaubten «Designated Players», also Spieler, die über der Gehaltsobergrenze von rund 500 000 Franken liegen.

Shkelzen Gashi kickt bald wieder im FCA-Trikot

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Nach drei erfolgreichen Jahren, in denen Gashi seine Treffsicherheit auch in Übersee unter Beweis stellte, überraschte Anfang dieses Jahres die Meldung, dass Colorado ab sofort auf seine Dienste verzichtet. Trotz laufendem Vertrag sortierte der Verein Gashi aus. In der Folge begannen die Spekulationen über eine Rückkehr in die Schweiz: Mehrere Klubs meldeten Interesse an, unter ihnen GC und der FC Aarau, beide wollten Gashi unbedingt.

Warum nicht GC? Insidern zufolge wollte Gashi bei den Hoppers nicht zum Laufburschen von Platzhirsch Veroljub Salatic werden. Und mit Sandro Burki ist beim FC Aarau ein Sportchef am Werk, mit dem Gashi vor acht Jahren zusammenspielte und mit dem er sich bestens verstand.

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