Kunstturnen
Obersiggenthal holt dreimal Gold an Heimturnier

Am 2./3. Mai führte Obersiggenthal die Aargauer Meisterschaften der Kunstturnerinnen durch. Mit getrennter Rangliste starteten die Turnerinnen aus den anderen Kantonen. Rund 300 Mädchen begeisterten in sieben Alterskategorien.

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Sarina Stulz an den Aargauer Meisterschaften der Kunstturnerinnen.

Sarina Stulz an den Aargauer Meisterschaften der Kunstturnerinnen.

Markus Hunziker

Im Vergleich zu den Gastturnerinnen scheinen die jüngsten Aargauerinnen noch im Dornröschenschlaf zu stecken. Am besten mochte sich Anna Schori (1.) aus Lenzburg durchzusetzen. Elin Grossenbacher (2., Lenzburg) und Dana Jehle (3., Stein-Fricktal) durften zum ersten Mal aufs Podest.

Bei den 8-9Jährigen (P1) kam die quirlige Lokalmatadorin, Chiara Giubellini (1., Obersiggental) mit ihrer Favoritenrolle überzeugend zurecht. Standsicherheit, Körperspannung bis zum Zeh zeichnen die talentierte Turnerin aus. Aargauer Meisterin und Gesamtranglisten-Erste wurde sie vor der ebenso talentierten Lea Haase (Stein-Fricktal). Gefürchtig nahe dran ist auch Daria Hartmann (3.) vom Verein Lenzburg.

Geballte Spannung bis zum letzten Gerät bot das P2-Team. Zwei Mädchen aus Lenzburg und zwei aus Obersiggenthal lieferten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Da alle sauber, elegant, ausdrucksstark turnen, entscheiden in einem Wettkampf nur noch die Nerven und die scharfen Augen der Kampfrichter.

Corina Erdin (3. Obersiggenthal) wollte hoch hinaus. Genau dies wurde ihr am Barren zum Verhängnis. Zu hoch den Abgang eingeleitet, auf der falschen Seite gelandet - die Bestnote war vergeben. Fehlerfrei überzeugte Malina Blum (Lenzburg) und gewann knapp hinter ihrer Vereinskollegin die Silbermedaille. Mit zwei Bestnoten (Barren, Balken), sicherem Überschlag am Sprung, war die nicht perfekte Barrendarbietung nicht störend für den Meisterpokal für das Geburtstagskind Sarina Stulz (Lenzburg).

Im Programm 3 legte Elisa Di Raimondo (2., Obersiggenthal) am Barren vielversprechend vor. Da am Boden zwei Elemente nicht in die Endnote kamen, verlor sie an Terrain. Ihre engste Verfolgerin vom gleichen Verein lag nach drei Durchgängen zwei Zehntel vorn. Der entscheidende Sprung war ausschlaggebend für die Medaillenfarbe. Dieselbe Note bedeutete schliesslich Gold für Katharina Byland (Obersiggenthal). Mit etwas einfacheren Übungen durfte sich Joana Eggenberger (Lenzburg) über die Bronzemedaille freuen.

Bei den 15-Jährigen (P4 Amateur) ergab sich ein dreifarbiges Podest. Mit gebücktem Tsuk und nur zwei Punkten Barrenabzug verdiente sich Stefanie Siegfried (Lenzburg) die bronzene Auszeichnung. Carina Aschwanden (2. Obersiggenthal) gelang ein fast fehlerfreier Turntag. Mit der schwierigsten Barrenübung musste sie einige Abzüge in Kauf nehmen. Die routinierte Vivienne Bitter (Stein-Fricktal) zog mit höchstem Schwierigkeitstotal klar davon und erweiterte ihre Medaillensammlung mit dem Meisterpokal.

Was jeweils für volle Zuschauerränge sorgt, sind die Kaderturnerinnen. Bei Annina Wildi (3., Lenzburg) und Leonie Meier (2., Lenzburg) entschied wohl die Tagesform. Obwohl das Sprungtalent Wildi einen unglaublichen Sprung zeigte, verwies sie die mit weniger Schwierigkeiten bespickte Barrenübung klar auf den 3. Platz. Jedoch war am Samstag die um ein Jahr ältere Livia Schmid (Stein-Fricktal) mit zwei Punkten Vorsprung deutlich die Beste.

Bei den ältesten Turnerinnen (P6) war die Siegerin keine Überraschung. Nach neun Jahren komplettierte Nina Rinderknecht (Obersiggenthal) ihr Palmares mit dem Meisterpokal. Mit perfektem Schuschunova und einer akrobatisch bespickten Bodenübung liess sie Delia Hottinger (2. Lenzburg) und Sarah Müller (3. Stein- Fricktal) etwas abgeschlagen hinter sich.

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