Volleyball
Laufenburg-Kaisten qualifiziert sich fürs Cup-1/16-Finale

Die NLB-Mannschaft von Volley Smash 05 Laufenburg-Kaisten kann sich nach drei Niederlagen in Folge wieder rehabilitieren. Am Sonntag gewinnen sie im Schweizer Cup gegen den VBC Laufen mit 3:1.

Melanie Kägi
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Michael Moor im Angriff.

Michael Moor im Angriff.

zvg

Am Samstag noch schien die Misere nicht aufhören zu wollen. Im Spiel gegen den Tabellenletzten SV Olten wollte gar nichts gelingen. Pro Satz fabrizierte das Team von Lucian Jachowicz um die zehn Servicefehler, was schlussendlich matchentscheidend war.

Schon von Beginn weg überliessen die Fricktaler dem Gegner zu viele Spielanteile. Zwar konnte Olten dies punktemässig nicht ausnützen, jedoch vermochte es Laufenburg-Kaisten auch nicht, den minimen Vorsprung zu halten. 22:25 ging der erste Satz an das Gastteam. Im zweiten Satz erarbeitete sich Smash 05 einen stabilen Vorsprung. 12:6 stand es mittlerweile, 23:20 kurz vor Satzende. Olten drehte nochmals auf und Laufenburg-Kaisten produzierte umso mehr Eigenfehler. 24:26 ging auch dieser Satz an Olten.

Die Oltener gingen in dieses Spiel ohne Erwartungen. Sie waren Tabellenletzter und spielten ohne Libero – der Spieler, der die Annahme verstärken sollte. Ein vermeintlicher Pluspunkt für die Fricktaler. Doch ausnützen konnten sie dies nicht. Auch der dritte Durchgang (20:25) ging an den Gast.

Einstand von Jung-Talent Leo Dillier

Am Sonntag war das Schweizer Cup-Spiel gegen den VBC Laufen. Eine weitere Chance, sich nach drei Niederlagen in Folge zu rehabilitieren. Im Aufgebot stand mit Leo Dillier ein talentierter Nachwuchsspieler aus der 2. Liga-Mannschaft im eigenen Verein. Grund dafür ist der Rücktritt von Zuspieler Lucian Jachowicz (siehe Box). «Wir haben ihn aufgeboten, da er eine Möglichkeit für uns auf der Zuspielposition wäre», so Jachowicz. Denn ab Januar ist mit Reto Pfund, der für ein Jahr nach Amerika geht, auch der zweite Zuspieler des Teams weg.

Im Cup heisst es halt: Alles oder nichts

Was sich im Vergleich zum Spiel vom Samstag änderte, war die Servicequote. Smash 05 steigerte sich immens und schlug auch diverse Winner uns Asse. «Heute haben wir besser aufgeschlagen und angenommen, waren auch mutiger im Angriff. Man hat ausserdem wieder die Freude am Volleyball gesehen, das war in den letzten Spielen nicht der Fall», analysiert Jachowicz. Während den ersten Punkten schwappte die Führung von Laufen zu Smash 05 und wieder zurück. Laufenburg-Kaisten hatte vor allem Mühe mit den beiden gegnerischen Aussenangreifern und lag zwischenzeitlich mit 15:19 hinten. Starke Services von Dillier, der für Ebner an den Service kam, und Zuspieler Pfund leiteten den Satzsieg ein (25:21).

Auch im zweiten Durchgang wechselte die Führung ständig. Laufenburg-Kaisten holte sie sich seinerseits mit einem harten 3-Meter-Angriff von Brander (12:11) und durch einen Shot kurz in die Mitte von Krams zurück. Knapp wurde es am Ende, als die Fricktaler die Führung nochmals an Laufen abgaben (21:23) und diese vier Punkte später 23:25 siegten. Nun schien der Last der vergangenen Niederlagen wieder in den Köpfen der Fricktaler Spieler zu sein. 7:11 stand es für die Gäste, als Leo Dillier zu seinem ersten Einsatz im NLB-Team als Zuspieler kam. Nun war das Spiel der Fricktaler wieder druckvoller. Brander schlägt ein Service-Ass und Laufenburg-Kaisten gleicht zum 16:16 aus. Ein Fehler auf Seiten der Laufener und nun führten die Fricktaler wieder. Schmid wird zur Blockverstärkung eingewechselt und blockte den Aussenangreifer, mit dem seine Mitspieler extrem Mühe hatten.

Mit dem Satzgewinn (25:23) schaffte es Laufenburg-Kaisten trotzdem nicht, im vierten Durchgang vorab ein Punktepolster zu machen. 4:7, dann 11:12 lagen sie hinten, erst zwei Servicewinner von Hekele brachte die Führung. Knapp blieb es bis zum Schluss, als Bürge den zweiten Matchball mit einem kurzen Rollshot in die Mitte verwertete 25:21).

Die Freude über den Sieg war da, aber Co-Trainer Mike Fehlmann meint: «Ein Sieg tut immer gut, auch wenn wir wissen, dass wir heute wieder nicht an unser Niveau heran gekommen sind.» Und Jachowicz ergänzt: «Noch wichtiger als der Sieg war, die Freude am Volleyball wieder zu finden. Wir hoffen natürlich, dass wir diesen Schwung nun mitnehmen können.»

Mit diesem Sieg steht Laufenburg-Kaisten im 1/16-Finale des Schweizer Cups. Wer der nächste Gegner sein wird, wird im Verlauf der Woche bekannt gegeben.

Jachowicz gibt Rücktritt als Spieler

Jachowicz gibt Rücktritt als Spieler

Zweieinhalb Saisons war Lucian Jachowicz Spielertrainer des NLB Teams von Laufenburg-Kaisten. Nun, mitten in der Saison, hat er seinen Rücktritt bekannt gegeben. Grund dafür sind Motivationsschwierigkeiten. «Ich habe das Feuer für das Spielen verloren und konnte der Mannschaft nicht mehr helfen», so Jachowicz. «Es hat sich die letzten Wochen wie ein Job angefühlt, so soll es aber nicht sein. Es ist immer noch ein Hobby.» Zusammen mit dem Verein und Co-Trainer Mike Fehlmann wurde das Gespräch gesucht und eine Lösung gefunden. Er konzentriert sich die weitere Saison auf das «Trainersein» und unterstützt das Team von der Seitenlinie aus. (mk)

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