Igor Nganga, wie haben Sie als Spieler den Stromausfall erlebt?

Igor Nganga: Das war komisch, ich dachte zuerst an einen Scherz, das kann ja nicht möglich sein. Es schien zuerst, als wäre es nur ein kleines Problem, doch das war nicht so. Es war schade, dass wir dieses Spiel nicht austragen konnten. Denn es lag etwas in der Luft für uns, wir waren heiss auf dieses Spiel gegen den FC Zürich, jeder war bereit für seine Aufgabe.

Sie waren auf dem Platz, als es plötzlich dunkel wurde.

Ja, wir bereiteten uns mit dem Aufwärmen auf das Spiel vor, worauf wir plötzlich nichts mehr sehen konnten. Der Schiedsrichter hat dann gemeint, dass wir alle in die Kabine sollen, dann haben wir zehn, fünfzehn Minuten gewartet.

Spielabbruch im Brügglifeld

Spielabbruch im Brügglifeld

Wie war die Stimmung in der Kabine?

Zuerst natürlich angespannt, weil wir damit gerechnet hatten, dass es weitergeht. Wir blieben fokussiert und konzentriert, bis der Schiedsrichter in die Kabine kam und uns mitgeteilt hat, dass das Spiel abgesagt werden muss.

Und dann?

Dann habe ich mit meiner Frau telefoniert, dass sie sich keine Sorgen machen müsse. Sie wollte sich im Fernsehen das Spiel anschauen. Sie hatte sich dann darüber beklagt, dass sie gerade das Spiel im Pay-TV für 5 Franken bezahlt habe und nun nichts davon habe. Ich sagte ihr dann: Ja, sorry, ich bin nicht schuld, dass wir nicht spielen können (lacht). Ich dachte dann: Wie soll ich das bloss meinen Kindern beibringen, dass wir wegen eines Stromausfalls nicht spielen konnten?

Habt Ihr nach der Absage mit dem Team noch etwas unternommen?

Nein, nein, es gab ja nichts zu feiern. Wir gingen alle nach Hause und trafen uns am Morgen danach im Training wieder.

Blackout im Brügglifeld – Reaktionen von Club-Verantwortlichen, Schiedsrichtern und Fussballfans.

Blackout im Brügglifeld – Reaktionen von Club-Verantwortlichen, Schiedsrichtern und Fussballfans.

(14.3.2017)

Haben Sie einen Stromausfall während eines Fussballspiels schon einmal erlebt?

Nein, das ist das Verrückteste, das ich auf dem Fussballplatz schon erlebt habe. Ich hätte nie gedacht, dass das hier in Aarau passieren könnte. Vielleicht irgendwo in Afrika, aber doch nicht hier in der Schweiz. (lacht)

Dem FC Aarau droht eine Forfait-Niederlage. Wie muss das Urteil des Verbandes aus Ihrer Sicht lauten?

Es ist klar: Wir wollen wieder spielen. Eine Forfait-Niederlage wäre nicht fair, wir sind ja nicht die Schuldigen und konnten nichts gegen diesen Stromausfall tun. Die Situation ist nun ungünstig für uns, ich kann nur sagen: Wir hätten nicht verloren und Zürich hätte bestimmt nicht 3:0 gewonnen.

Ist der Stromausfall im Team noch ein Thema?

Nein, das nächste Spiel gegen Servette steht an. Wir müssen uns auf dieses Spiel am Sonntag vorbereiten und nun fokussiert arbeiten.