Handball
Endingen fordert den HSC Suhr Aarau im Cup-Achtelfinal

Drei Aargauer Teams standen am Samstag in Dagmersellen im Cup im Einsatz. Zuerst entschied Handball Endingen das Derby gegen den STV Baden mit 34:27 für sich. Danach besiegte der HSC den Erstligisten Dagmersellen mit 37:21. Am Sonntag kommt es zum Duell der Sieger.

Martin Probst
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Patrick Strebel und der HSC Suhr Aarau trafen vor 380 Zuschauern im Cup-Sechzehntelfinal auf den gastgebenden TV Dagmersellen.

Patrick Strebel und der HSC Suhr Aarau trafen vor 380 Zuschauern im Cup-Sechzehntelfinal auf den gastgebenden TV Dagmersellen.

mpr

Der Handball-Cup bietet in diesem Jahr eine Besonderheit: Die Sechzehntel- und Achtelfinals werden mit jeweils vier Teams an einem Ort ausgetragen. So standen am Samstag beispielsweise drei Aargauer Mannschaften in Dagmersellen im Einsatz. Zuerst kam es zum Duell der beiden NLB-Teams Handball Endingen und STV Baden. Danach forderte der Erstligist TV Dagmersellen die NLA-Handballer von Suhr Aarau.

In der Meisterschaft liegt Stätdli als Tabellenzweiter vier Ränge und einen Punkt vor Endingen. Im Cup-Sechzehntelfinal lief das Team von Björn Navarin allerdings fast immer einem Rückstand hinterher. Und bereits zur Pause war das Verdikt zugunsten von Endingen mit 18:11 ziemlich deutlich.

Das Team von Zoltan Majeri, in dem Nino Grzentic mit zehn Treffern der erfolgreichste Werfer war, setzte sich am Ende klar mit 34:27 durch.

Unter den Augen des Gegners

Das gelegentlich hitzige Derby - so schlug Städtlis Pascal Bühler einem Gegenspieler absichtlich den Ball ins Gesicht und wurde zurecht mit Rot bestraft - verfolgten die Spieler des HSC Suhr Aarau live in der Halle.

Kein Wunder: Die NLA-Handballer spielten schliesslich direkt im Anschluss an gleicher Stätte gegen Dagmersellen und konnten so schon einmal den möglichen Achtelfinal-Gegner vom Sonntag beobachten.

Auf der Platte messen sich der STV Baden und Handball Endingen. Oben schauen die Spieler des HSC Suhr Aarau zu.

Auf der Platte messen sich der STV Baden und Handball Endingen. Oben schauen die Spieler des HSC Suhr Aarau zu.

mpr

Dafür musste der HSC aber zuerst seine Partie gewinnen. Und obwohl Trainer Aleksandar Stevic mit Ausnahme von Liga-Topskorer Manuel Zehnder fast ausschliesslich auf die zweite Garde setzte, war schnell klar: Das NLA-Team nimmt die Aufgabe gegen den Erstligisten durchaus ernst.

Dagmersellen konnte bis in die 18. Minute, als das Team auf 7:10 verkürzte, zwar einigermassen mit dem HSC mithalten, doch dann zeigte sich der Niveau-Unterschied immer deutlicher. Bis zur Pause gelang den Luzernern nur noch ein Treffer und so führte der HSC nach 30 Minuten deutlich mit 20:10. Am Ende setzte sich der Favorit standesgemäss mit 37:21 durch.

Beim HSC ragte Lars Hofer auf dem rechten Flügel mit elf Treffern heraus. Doch auch die Leistung von Nikos Sarlos gilt es herauszuheben. Der erst 16-Jährige war auf dem linken Flügel sechsmal erfolgreich und unterstrich einmal mehr, warum er als sehr vielversprechendes Talent gehandelt wird.

Endingen gewann das letzte Direktduell

So kommt es am Sonntag um 16 Uhr erneut in Dagmersellen zum Derby zwischen Handball Endingen und dem HSC Suhr Aarau. Und damit auch zu einer Revanche. Schliesslich haben die Endinger den grossen HSC in der Saisonvorbereitung anlässlich des Axpo Cups mit 21:20 besiegt.

Das verspricht eine spannende Affiche und vermutlich wieder deutlich mehr Einsatzzeit für die Stammspieler beim NLA-Team HSC Suhr Aarau.

Weitere Aargauer Teams im Einsatz

Am Samstag standen noch weitere Teams aus dem Aargau im Cup im Einsatz. Die HSG Siggenthal/Vom Stein Baden (1. Liga) unterlag dem NLB-Leader Wädenswil/Horgen klar mit 21:35. Der TV Möhlin setzte sich im Duell zweier NLB-Teams gegen Solothurn mit 32:28 durch und der TSV Frick (1. Liga) unterlag den NLB-Handballern vom BSV Stans mit 32:37.

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