Schwingen
Die Aargauer Schwinger bestätigten in Unterkulm ihre Vormachtstellung

Die Einheimischen Kai Hügli und Samuel Schmid holen sich in Unterkulm erstmals das begehrte Eichenlaub. Der erst 17-jährige Hügli beendete den Wettkampf mit 57.50 Punkten auf dem vierten Schlussrang.

Willi Wenger
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Kai Hügli überzeugte in Unterkulm mit Rang 4.

Kai Hügli überzeugte in Unterkulm mit Rang 4.

foto-net / Alexander Wagner

Der Aargauer Kantonale Schwingerverband hat gestern als Mannschaft eine Topleistung erbracht. Die Equipe von Guido Thürig holte den Kopfschmuck nicht weniger als zehn Mal und bestätigte ihr Leistungsvermögen als bester Nordwestschweizerischer Kantonalverband. Top waren nicht nur der Schlussgangteilnehmer Christoph Bieri als Dritter, sondern auch zwei Neukranzer.

Auf Rang 4 klassierte sich der 17-jährige Kai Hügli aus Attelwil und als Achter liess sich der 19-jährige Samuel Schmid aus Wittnau erstmals das begehrte Eichenlaub aufsetzen. Alles in allem zeigten die Kantonalen Asse und die erweiterte Spitze eine solide Leistung. Mit zehn Kränzen festigten sie ihre Stellung im Nordwestschweizerischen Teilverband (NWSV) nachhaltig– und das ohne von der Einteilung verwöhnt worden zu sein. «Alle, die heute die Auszeichnung holten, haben sie verdient», kommentierte der Technische Leiter Guido Thürig. «Sie wurden nicht geschont und alle hatten sie ’anständige’ Notenblätter».

Ein besonderer Kampf

Einige Kantonale hatten das «Vergnügen», mit Schwingerkönig Matthias Sempach zusammen greifen zu dürfen. Beispielsweise der Neuntklassierte Stephan Studinger in der vierten Partie. Dort versuchte er das Unmögliche. Es blieb allerdings beim Versuch, der «König» war ganz einfach zu stark. Dennoch: Dem 30-jährigen Däniker machte der vierte Gang gegen den überragenden Sempach grosse Freude. «Es war für mich schon etwas Besonderes, erstmals gegen den König antreten zu dürfen».

Vier Siege für Hügli

Aus dem Reservoir der guten Aargauer Mittelschwinger hat der 17-jährige Kai Hügli als bester Neukranzer mit 57.50 Punkten überzeugt. Der 107 Kilogramm schwere und 1.85 Meter grosse angehende Landschaftsgärtner-Lehrling holte sich vier Siege mit Plattwürfen, den letzten, entscheidenden, gegen Remo Übersax mit Kreuzgriff und Überstossen am Boden. «Das Eichenlaub war heute mein Ziel», freute sich der Senne, der vor acht Jahren mit dem Schwingsport begonnen hatte.

Mit den gestrigen Kranzgewinnen haben die Blauschwarzweissen mit nunmehr total 36 Kopfschmucken an den vier Kantonalen ihre Dominanz in der Nordwestecke der Schweiz unterstrichen. Es wird wohl so sein, dass die Aargauer am 7. September am Kilchberger Schwinget das Gros der sieben NWS-Teilnehmer stellen werden.

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