Challenge League

Bitter: Wohlen muss auf der Pontaise eine erneute Niederlage hinnehmen

Der FC Wohlen reiste an den Genfersee.

Der FC Wohlen reiste an den Genfersee.

Der FC Wohlen verliert auswärts beim neuen Challenge-League-Leader Lausanne mit 0:2. Die Freiämter verweilen daher neben dem FC Aarau im Tabellenkeller.

Den 3520 Zuschauern im Stade Olympique in Lausanne stockt der Atem – für einen ganz kurzen Moment zumindest. Es läuft die 54. Minute, als Wohlens Nico Abegglen das Kunststück fertigbringt, das dem Heimpublikum Entspannung bringt. Nach einem von Captain Alain Schultz stark zur Mitte geschlagenen Eckball ist es zuerst Michael Weber, der innerhalb des Fünfmeter-Raumes am reaktionsschnellen Lausanner Torhüter Dany Da Silva scheitert.

Abegglen steht genau richtig für den Abpraller, muss ihn aus einem Meter Distanz nur noch gefühlvoll über den bereits am Boden liegenden Heim-Goalie chippen, eigentlich. Doch die einzige Sturmspitze der Freiämter entscheidet sich falsch: Der 25-Jährige knallt den Ball mit voller Wucht in Richtung Tor, trifft Da Silva, und der Ball segelt weit über das Gehäuse.

Tore müssen her

Es ist dies die Szene, die das Problem des FC Wohlen bei der 0:2-Niederlage am Samstagabend gegen Lausanne-Sport auf den Punkt bringt: Die Freiämter schiessen zu wenige Tore. Deren sechs gab es in den bisher sieben Partien zu bejubeln. Bereits zum vierten Mal in der noch jungen Saison blieb der FC Wohlen gestern ohne eigenen Torerfolg. Wie bereits die geschilderte Szene zeigt, ist es keinesfalls so, dass dem Team von Trainer Martin Rueda die Chancen für Tore fehlen würden – die Freiämter scheitern nur immer wieder an sich selbst.

Abegglen alleine hätte drei Tore erzielen können. Doch auch seine Mitspieler liessen jegliche Kaltblütigkeit vermissen: Schultz’ kluger Lobversuch (16.) wurde auf der Linie geklärt, Aussenverteidiger Marijan Urtic schloss ein tolles Solo an der gegnerischen Strafraumgrenze mit einem harmlosen Quasi-Rückpass (24.) auf Lausannes Torhüter ab und Mittelfeldspieler Michael Weber schoss innert weniger Sekunden gleich zweimal (25./26.) aus glänzender Position am Tor vorbei. «Wir hätten in Führung gehen müssen, die Chancen waren da», sagte Trainer Rueda. «Doch so reicht es am Ende einfach nicht.»

Waadtländer Effizienz

Zumal sich der Gegner äusserst effizient zeigte: David Marazzi nutzte in der 68. Minute den Umstand, dass ihn im zentralen Mittelfeld niemand so richtig angriff, und spielte Numa Lavanchy frei, der sich die Chance nicht entgehen liess. So lagen die Wohler in einer Partie, die sie eigentlich im Griff gehabt hatten, plötzlich im Hintertreffen.

Als sich die Einwechselspieler Xavier Margairaz und Jocelyn Roux in der 83. Minute noch zum 2:0 für den neuen Challenge-League-Leader kombinierten, war die erste Wohler Auswärtsniederlage in dieser Saison besiegelt. Bereits in der Startphase hatte Wohlen Innenverteidiger Nicolas Bürgy verloren: Er musste in der 14. Minute ausgewechselt und mit Verdacht auf Wadenbeinbruch ins Spital überführt werden.

Lesen Sie hier den Verlauf der Partie in unserem Liveticker nach:

FC Lausanne-Sport - FC Wohlen

Meistgesehen

Artboard 1