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Es kommt zur Revanche von 2005: FC Aarau trifft im Cup-Halbfinal auf den FC Luzern

Gespielt wird am 4. oder 5. Mai im heimischen Brügglifeld. Für den FCA geht es um die erstmalige Finalteilnahme seit 1989.

Sebastian Wendel
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Da war die Aarauer Welt noch in Ordnung: Rainer Bieli schiesst das frühe 1:0 am 14. April 2005 Cup-Halbfinal gegen Luzern. Am Ende zogen die Innerschweizer dank des 2:1-Erfolges in den Final ein.

Da war die Aarauer Welt noch in Ordnung: Rainer Bieli schiesst das frühe 1:0 am 14. April 2005 Cup-Halbfinal gegen Luzern. Am Ende zogen die Innerschweizer dank des 2:1-Erfolges in den Final ein.



Rolf Jenni / SPO

Es ist das Duell, das sich wohl die meisten Fans des FC Aarau gewünscht haben: Einerseits, weil die beiden Klubs seit jeher eine besondere Rivalität auf sportlicher und Fan-Ebene verbindet. Aarau gegen Luzern gehört zu den sogenannten «Derbys» der Schweiz.

Und dann ist da die Vorgeschichte von 2005: Der damalige Superligist FC Aarau qualifizierte sich in jenem Frühling bis zum dato letzten Mal für einen Cup-Halbfinal. Gegner im Brügglifeld: Der unterklassige FC Luzern. Insgeheim wähnten sich wohl schon viele im und um den FCA schon im Final – doch nach der frühen Führung durch Rainer Bieli drehten die Gäste die Partie und zogen vor 9250 Zuschauern im Brügglifeld dank des 2:1 ihrerseits in den Final ein. Kurios: Bei Luzern wurde ein gewisser Marinko Jurendic eingewechselt, der im Sommer 2017 für zehn Monate lang das Traineramt beim FCA übernahm. Besonders bitter für die Aarauer: Dem zwischenzeitlichen 1:1 ging ein klares Handspiel von Torschütze Paulo Vogt voraus. Und: Es war der Tiefpunkt einer langen Resultatkrise unter dem damaligen Trainer Andy Egli, die in den kommenden zwei Spielen weiterging. Trotzdem blieb Egli im Amt, schaffte den Klassenerhalt und musste «erst» im Dezember 2015 gehen.

April 2005: Aaraus Trainer Andy Egli tröstet Gaetano Giallanza und Roland Bättig nach dem verlorenen Cup-Halbfinal gegen Luzern.

April 2005: Aaraus Trainer Andy Egli tröstet Gaetano Giallanza und Roland Bättig nach dem verlorenen Cup-Halbfinal gegen Luzern.

Rolf Jenni / SPO

Heuer sind die Rollen bei der Revanche zwischen dem FCA und dem FCL vertauscht: Aarau ist der einzig verbliebene Challenge-Ligist im Wettbewerb, Luzern war einer der möglichen oberklassigen Gegner neben Servette und St. Gallen. Auf dem Papier ist der FCA also auf jeden Fall Aussenseiter – trotzdem: Angesichts des derzeitigen Formstands dieser der Teams dürften die Luzerner auch aus dieser Sicht der Wunschgegner gewesen sein.

In der Cup-Historie trafen die beiden Klubs insgesamt acht Mal aufeinander – beide gewannen je vier Mal. Das neunte Aufeinandertreffen findet am 4./5. Mai 2021 im Brügglifeld statt.