2. liga
«Fühle mich bereit für grössere Herausforderungen»: Erfolgstrainer Winsauer wird den FC Sarmenstorf verlassen

Michael Winsauer verlässt den FC Sarmenstorf nach der Saison auf eigenen Wunsch. Er übernahm die Mannschaft 2019 nach dem Aufstieg und formte sie zu einem Spitzenteam. Nun reizt den Trainer eine neue Aufgabe.

Nik Dömer Jetzt kommentieren
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Michael Winsauer wird den FC Sarmenstorf per Ende Saison verlassen.

Michael Winsauer wird den FC Sarmenstorf per Ende Saison verlassen.

Alexander Wagner

Es ist ein Abschied, der beiden Seiten wehtut: Michael Winsauer hat den FC Sarmenstorf darüber informiert, dass er den Verein nach der Saison verlassen wird. Einen Nachfolger haben die Freiämter derweil noch nicht bekannt gegeben.

Winsauer sorgte nach seiner Übernahme vor drei Jahren dafür, dass sich der Dorfverein als Aufsteiger in der 2. Liga etablieren konnte und formte die Mannschaft in der aktuellen Spielzeit zum Spitzenteam in der 2. Liga AFV.

Noch keine konkreten Angebote

«Mir war klar, dass ich nach drei Jahren gerne den nächsten Schritt machen möchte. Ich will mich als Trainer weiterentwickeln, darüber hab ich den Verein im Winter informiert», sagt der 39-jährige Ex-Profi zu seinem Entscheid.

Dennoch fällt ihm der Abgang keineswegs leicht: «Es ist unglaublich, was hier in den letzten Jahren entstanden ist. Die Spieler und der Verein sind mir unglaublich ans Herz gewachsen. Ich möchte noch gar nicht ans letzte Spiel denken, es wird einen emotionalen Abschied geben», betont der Österreicher.

Winsauer würden grössere Aufgaben im Fussballgeschäft reizen.

Winsauer würden grössere Aufgaben im Fussballgeschäft reizen.

Alexander Wagner

Winsauer wird im kommenden Juni die Prüfungen für sein A-Diplom abschliessen. Danach könnte er theoretisch Teams bis zur dritthöchsten Stufe übernehmen, auch eine Rolle als Assistent in den obersten Profi-Ligen wäre möglich. Wohin es den Trainer ziehen wird, kann er derweil jedoch noch nicht verraten. «Es finden Gespräche statt, aber es gibt noch nichts Konkretes.»

Gibt es einen Titel zum Abschied?

Der Trainer macht aber kein Geheimnis daraus, dass ihn grössere Aufgaben im Fussballgeschäft reizen würden. «Ich arbeite derweil noch als Klassenlehrer an meinem Wohnort. Das macht mir grossen Spass, aber der Fussball lässt mich nebenbei nicht los. Deshalb könnte ich mir schon vorstellen, dass ich mein Pensum irgendwann reduzieren werde. Ich fühle mich auf jeden Fall bereit für grössere Herausforderungen auf dem Platz.»

Allerdings möchte Winsauer zunächst seinen Abschied so erfolgreich wie möglich gestalten. Vom Aufstieg in die 2. Liga inter bis zum ersten Cup-Titel der Vereinsgeschichte ist alles möglich. «Es wäre ein kleines Märchen, wenn ich den Verein mit einem Titel verlassen könnte. Wir befinden uns in einer aussichtsreichen Situation, da willst du natürlich das Maximum herausholen.»

Bleibt Alain Schultz in Sarmenstorf, wenn sein Freund Winsauer geht?

Bleibt Alain Schultz in Sarmenstorf, wenn sein Freund Winsauer geht?

Alexander Wagner

Mit dem kommenden Abgang von Winsauer dürfte sich auch die Frage stellen, ob Alain Schultz dem Verein als Spieler erhalten bleibt. Winsauer ist mit seinem ehemaligen Wohler Teamkameraden eng befreundet, zudem wäre für den 39-jährigen Alain Schlutz ein Titelgewinn mit Sarmenstorf wohl ebenfalls ein optimaler Zeitpunkt, um die Karriere als Aktiver definitiv zu beenden. «Schultzi liebt den Fussball. Ich kann mir auch vorstellen, dass er auch ohne mich noch weiterspielt. Aber schlussendlich muss er das für sich entscheiden, er ist ja bereits mündig», sagt Winsauer schmunzelnd dazu.

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