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Vitamin D supplementieren?

Ich (75) bin wegen der Corona-Massnahmen weniger aktiv in der Natur und mehr drinnen. Zudem benutze ich konsequent einen Lichtschutzfaktor, da meine Haut sehr sensibel ist. Viele meiner Bekannten nehmen regelmässig Vitamin-D-Tropfen ein. Macht das Sinn? Oder wäre die Messung des Vitamin-D-Spiegels beim Hausarzt wichtig, damit ich weiss, ob mein Spiegel zu tief ist? A.M. aus K.

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Besonders Mensche ab 60 Jahre leiden an Vitamin D-Mangel.

Besonders Mensche ab 60 Jahre leiden an Vitamin D-Mangel.

Bild: A. Marchand-Maillet
Heute für den Ratgeber Gesundheit: Prof. Dr. med. Philipp Schütz, Chefarzt Allgemeine Innere und Notfallmedizin Kantonsspital Aarau

Heute für den Ratgeber Gesundheit: Prof. Dr. med. Philipp Schütz, Chefarzt Allgemeine Innere und Notfallmedizin Kantonsspital Aarau

Bild: PD

Vitamin D ist ein lebenswichtiges Vitamin für Knochen und Muskulatur. Zudem unterstützt es das Immunsystem. Es ist nachgewiesen, dass ein Mangel zu vermehrten Stürzen und einem erhöhten Frakturrisiko führt. Zusätzlich deuten epidemiologische Studien darauf hin, dass eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung bei der Prävention von Krankheiten eine Rolle spielt wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmten Krebsarten und Atemwegsinfektionen.

In der Schweiz gibt es geografisch und saisonal bedingt eine Vitamin-D-Unterversorgung für einen Teil von besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Diese beinhalten insbesondere Menschen ab 60 Jahren. Dies insbesondere auch, weil mit dem Alter die Haut weniger Vitamin D produziert und viele Menschen Sonnencremes verwenden zur Verbeugung von Hautkrebs. Weil Vitamin-D-Quellen in der Nahrung sehr beschränkt sind, wird eine Vitamin-D-Ergänzung in Form von Tropfen oder Tabletten empfohlen. Gemäss einer Empfehlung der eidgenössischen Ernährungskommission (EEK) sollten Menschen ab 60 pro Tag 800 Einheiten Vitamin D einnehmen. Diese Dosisempfehlung ist ausreichend, um mögliche Vitamin-D-Mängel sicher zu beheben, ohne Risiken für eine Überdosierung oder Nebenwirkungen. Typischerweise profitieren jene am meisten, die einen sehr tiefen Vitami-D-Spiegel haben – vor allem Menschen mit chronischen Krankheiten oder solche, die im Pflegeheim leben.

Sie stellen die berechtigte Frage, ob man individuell testen oder einfach pragmatisch einnehmen soll. Die Kosten einer Vitamin-D-Supplementierung sind sehr gering (ca. 10 Rappen pro Tag) und somit deutlich geringer verglichen mit Laborkosten für die individuelle Spiegelbestimmung. Einer aktuellen Schweizer Studie zufolge beliefen sich die Kosten der Pflichtversicherung für Vitamin-D-Labormessungen im Jahr 2018 auf geschätzte 90 Millionen Franken. Zudem ist eine Vitamin-D-Messung je nach Testzeitpunkt nur bedingt aussagekräftig und keine Voraussetzung für eine präventive Supplementation.

Somit würde ich Ihnen aufgrund Ihres Alters und der konsequenten (und korrekten) Benutzung einer Sonnencreme empfehlen, 800 Einheiten Vitamin D pro Tag einzunehmen als kostengünstige und sichere Präventivmassnahme, um mit genügend Vitamin D versorgt zu sein. Eine Spiegelmessung würde an dieser Empfehlung wenig ändern und macht deshalb bei Ihnen wenig Sinn.