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Immer wieder Blähungen, Bauchweh und Durchfall?

Bei wiederkehrenden Magen-Darm-Beschwerden sollte unbedingt der Ursache auf den Grund gegangen werden. Vielleicht steckt eine Glutenunverträglichkeit dahinter.

Vivien Wassermann
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Dieser Artikel wurde von der Verlagsredaktion der CH Regionalmedien AG im Auftrag von Gesundheit Aargau erstellt. Hier geht es zu den Richtlinien für Paid Content.

Etwa ein Prozent der Schweizer Bevölkerung leidet an Zöliakie.

Etwa ein Prozent der Schweizer Bevölkerung leidet an Zöliakie.

Bild: Getty

Schön war der Besuch in der Pizzeria. Doch danach fühlt sich die Hose unangenehm eng an, der Bauch grummelt. Freiverkäufliche Medikamente werben mit schneller Abhilfe bei Magen-Darm-Beschwerden. Verspürt man diese Symp­tome jedoch regelmässig, sollte man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen und sie unbedingt abklären lassen. «Viele Patienten nehmen ihre Beschwerden als normal hin und suchen erst nach Jahren einen Arzt auf», sagt Stephan Vavricka, Gastroenterologe mit eigener Praxis in Zürich und wissenschaftlicher Beirat der IG Zöliakie.

Eisenmangel oder Hautprobleme sind mögliche Zöliakiesymptome

Eine der möglichen Ursachen für regelmässige Magen-Darm-Beschwerden kann eine Zöliakie sein: eine Autoimmunerkrankung, bei der Betroffene das in Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Dinkel oder Gerste vorkommende Klebereiweiss Gluten nicht vertragen. Etwa ein Prozent der Schweizer Bevölkerung ist betroffen. Doch die Dunkelziffer ist hoch, gibt Vavricka zu bedenken: «Etwa 80 Prozent der Betroffenen wissen gar nichts von ihrer Zöliakie.»

Mit ein Grund: Neben Magen-Darm-Symptomen gibt es eine Reihe weiterer Symptome, hinter denen eine Zöliakie stecken kann. «Auch Eisenmangel, Hautprobleme oder Wachstumsverzögerungen bei Kindern können Symptome einer Zöliakie sein», sagt Vavricka. «Um Spätfolgen zu vermeiden, sollten sich Betroffene unbedingt glutenfrei ­ernähren – auch wenn sie aktuell keine spürbaren Symptome haben.»

Nicht ohne Diagnose auf Gluten verzichten

Wer den Verdacht hat, dass möglicherweise Gluten der Auslöser für seine Beschwerden sein könnte, sollte sich ­jedoch auf keinen Fall probehalber glutenfrei ernähren, so der Gastroentero­loge. «Zu einer Diagnose gehört neben der Anamnese und einer Blutuntersuchung auf ­zöliakiespezifische Antikörper eine Gewebeentnahme aus dem Dünndarm. Und diese sind nur unter glutenhaltiger Ernährung aussagekräftig.»

Nach bestätigter Diagnose gilt es dann, Gluten in jeglicher Form zu meiden, selbst Krümel und Spuren. «Gluten steckt nicht nur in Brot, Pizza und Pasta. Auch in Lakritz und Fruchtgummi oder Eistee kann Weizenstärke enthalten sein», weiss Tina Toggenburger, Präsidentin der IG Zöliakie. «So müssen ­Zöliakiebetroffene beispielsweise auch in Restaurants nachfragen, ob in der Pfanne zuvor ein glutenhaltiges Schnitzel gebraten wurde oder ob in der Bouillon, mit welcher der Risotto gekocht wurde, Gluten enthalten ist.»

Neben der Information über die ­Erkrankung und die Vernetzung der ­Betroffenen ist eines der Hauptziele der IG Zöliakie, dass Betroffene durch ihre Krankheit weder soziale noch finanzielle Nachteile erfahren. «Deshalb arbeiten wir in Projektgruppen an verschiedenen Themen. Aktuell haben wir einen Leitfaden für Betreuungsinstitutionen und die Eltern von Schulkindern herausgegeben», so Tina Toggenburger. «Die Sensibilisierung für Zöliakie und die Aufklärung der breiten Bevölkerung sind uns ein grosses Anliegen. Nur so kann die soziale Inklusion von Zöliakiebetroffenen funktio­nieren.»

Zöliakie-Tagung in Aarau

Am Samstag, 14. Mai, von 10.30 bis 15.30 Uhr gibt es im Kultur- & Kongresshaus Aarau (KuK) eine grosse Produkteschau diverser glutenfreier Produzenten sowie ein Angebot verschiedenster Food-Trucks, die keine glutenfreien Genusswünsche offen lassen. Verschiedene Input-Referate und Workshops für Jugendliche und Erwachsene runden das Programm ab.
Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Infos und Anmeldung unter: www.zoeliakie.ch

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