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Gesund mit Wildkräutern

Brennnessel, Löwenzahn und Co. enthalten viele wertvolle Nährstoffe, bringen den Stoffwechsel in Schwung und lindern zahlreiche Beschwerden.

Stella Cornelius-Koch
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Dieser Artikel wurde von der Verlagsredaktion der CH Regionalmedien AG im Auftrag von Gesundheit Aargau erstellt. Hier geht es zu den Richtlinien für Paid Content.

Aus Respekt vor der Natur sammelt man immer nur kleine Mengen von Wildkräutern – höchstens so viel, wie man auch verarbeiten kann.

Aus Respekt vor der Natur sammelt man immer nur kleine Mengen von Wildkräutern – höchstens so viel, wie man auch verarbeiten kann.

Bild: Getty

Lange Zeit galten sie als «Unkräuter». Inzwischen werden Wildkräuter als Kostbarkeiten der Natur zunehmend geschätzt – zu Recht: Die an Wegrändern, Flussufern, im Wald oder auf Wiesen wachsenden Pflanzen sind wahre Nährstoffbomben und enthalten oft mehr ­Vitamine und Mineralstoffe als herkömmliche Salat- und Gemüsesorten. Zudem wirken viele von ihnen entwässernd, blutreinigend und stoffwechselanregend – ideal für eine Frühjahrskur!

Wilde Küche ist auch eine Apotheke

Wildkräuter lassen sich in der Küche vielseitig als Salat, Gemüse, Suppenzutat oder Gewürz einsetzen. Aus einigen Sorten kann man auch einen Tee oder eine Tinktur zubereiten oder ein Naturheilmittel für die äussere Anwendung herstellen, etwa eine Salbe oder einen Wickel. Weiterer Vorteil: Das Sammeln macht Spass und kostet nichts. Alternative: Die Kräuter auf dem Markt oder in einem Gemüsegeschäft kaufen.

Nachfolgend präsentieren wir fünf besonders gesunde Wildkräuter:

Bärlauch: Der «Waldknoblauch» ist Delikatesse und Heilmittel zugleich. Seine schwefelhaltigen Substanzen verbessern die Fliesseigenschaften des Blutes, wirken leicht gefässerweiternd, senken Blutdruck und Blutfettwerte und können einer Gefässverkalkung vorbeugen helfen. Anwendung: Blätter in Salate, Brotaufstriche, Suppen oder Saucen geben. Sie können roh oder gekocht wie Spinat verwendet werden. Nicht zu lange er­hitzen, da sonst die positiven Eigenschaften verloren gehen. Eine Bär­lauch­tink­tur hilft, tropfenweise eingenommen, bei Verdauungsproblemen und Husten. Hierzu klein geschnittene Blätter zerstampfen, mit 1 Liter Korn aufgiessen und 3 Wochen an einen warmen Platz stellen. Danach Flüssigkeit abseihen und in kleine Flaschen füllen. Alternative: Frischblattgranulat oder -kapseln einnehmen (in Apotheken, Reformhäusern).

Brennnessel: Junge Brennnesselblätter (sie enthalten noch kein Nesselgift) sind eine ideale Zugabe für Salate und Suppen. Als Tee können sie bei Blasenentzündung, Prostata- und Rheumabeschwerden, Erschöpfung und Frühjahrsmüdigkeit eingesetzt werden: Pro Tasse 1–2 TL getrocknetes Kraut mit kochendem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Ein paar Wochen lang über den Tag verteilt mehrere Tassen trinken. Hinweis: In seltenen Fällen kann Brennnesselwurzel zu Magen-Darm-Problemen führen. Nicht bei Wassereinlagerungen (Ödemen) infolge eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion einsetzen.

Gänseblümchen: Die Blütenblätter sind eine dekorative Salatbeilage. Sie wirken schleimlösend, blutreinigend und entwässernd. Ausserdem sind sie ein gutes Mittel bei Hautproblemen und Beschwerden der inneren Organe (z.B. Leber, Galle). Anwendung: Für einen Tee 1 TL getrocknete oder 3 TL frische Blüten mit 1 Tasse heissem Wasser übergiessen und 10 Minuten ziehen lassen. Bei Hautunreinheiten den abgekühlten Tee mit einem Wattebausch auf die Gesichtshaut tupfen.

Löwenzahn: Löwenzahn enthält viel Vitamin C (dreimal mehr als Kopfsalat!) und besitzt harntreibende und blutreinigende Wirkungen und ist daher ideal für eine mehrwöchige Frühjahrskur. Zudem kann der hohe Anteil an Bitterstoffen die Gallensekretion und Magensaftproduktion steigern. Für einen Tee 1 TL getrocknete Löwenzahnblätter oder -wurzeln mit 250 ml kochendem Wasser übergiessen, 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Vogelmiere: Von vielen als «Unkraut» verflucht, kommt die Pflanze mit ihren kleinen, weissen, sternförmigen Blüten ganzjährig fast überall vor. Die Blätter enthalten viel Vitamin C und Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Phosphor und Kupfer. Pfarrer Kneipp schätzte ihre schleimlösende und verdauungs­fördernde Wirkung und empfahl sie zur Genesung nach Krankheiten. Anwendung: Die Blätter können roh in Salate oder Joghurts gegeben oder mitgekocht werden (schmecken ähnlich wie junge Maiskolben oder Erbsen ). Bei Rheuma und Gliederschmerzen 1 Handvoll Vogelmiere auf einem sauberen Tuch ­zerstampfen, bis der Saft austritt und 20–30 Minuten auf die schmerzende Stelle legen.

Tipps zum richtigen Umgang mit Wildkräutern

— Sammeln Sie nur Kräuter, die Sie eindeutig bestimmen können. Naturschutzvereine, Wildkräuterexperten, Heilpraktiker oder Apotheker bieten Wildkräuterführungen an.
— Ernten Sie Wildkräuter möglichst am Vormittag, da die Kräuter dann am saftigsten sind.
— Nur intakte Pflanzen ohne Flecken oder angefressene Stellen auswählen. Tipp: Mit Messer oder Schere die Kräuter vorsichtig abschneiden.
— Immer nur einen kleinen Teil eines Bestandes ernten, und zwar so, dass keine Kollateralschäden entstehen.
— Zum Schutz vor den Eiern des Fuchsbandwurms beim Sammeln bevorzugte Reviermarkierungsstellen (Hügelkuppen, Felsen, Baumstümpfe, Wegkreuzungen) meiden und das Sammelgut gründlich waschen.
— Die Pflanzen möglichst noch am gleichen Tag verarbeiten.

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