«Eines geht nicht ohne das andere», sagte Präsidentin Chantal Weyermann zu Beginn des Konzerts und dem Theater des Gemischten Chores Lengnau in der Aula Dorfschulhaus. Damals, vor 30 Jahren, als sie Werner Horisberger quasi weg vom Dirigentenkurs bei Willi Gohl für das Amt in Lengnau anfragte, hatte es zwar gepasst, dass dieser dem Dirigieren eines gemischten Chores nicht abgeneigt war und dass er mit Langendorf in der Nähe wohnte.

«Ein gelebtes Hobby»

Doch er erbat sich Bedenkzeit. Dann ist aus der ersten Zusage für ein gemeinsames Projekt mit dem Unionschor Grenchen für den nun in Olten wohnenden und Gitarre und Ukulele unterrichtenden Musiklehrer mit Flair für Sologesang und Chorleiter Werner Horisberger der gemeinsame 30-jährige Weg entstanden.

«Ich fühlte und fühle mich immer wohl mit dem Chor» sagt Werner Horisberger. Es sei für ihn ein gern gelebtes Hobby, mit dem er zwar nicht reich werde, aber durch die motivierte und wohlwollende Stimmung im Verein selber viel profitiere. So wird ihm das wöchentliche Pendeln zu den Singproben in Lengnau von Olten her nicht zur Last und er blieb mit kleinen Abstechern zu anderen Chören dem Gemischten Chor Lengnau treu. Er erinnert sich gerne an das Gesangsfest des Sängerverbandes in Finnland oder die Fahnenweihe des Gemischten Chores im Jahr 2004, die besuchten Sängertage und eben die Jahreskonzerte.

Dabei fasziniere ihn die positive Ausstrahlung des Vereins gegen innen und aussen. Trotz Unkenrufen von Vereinssterben, oder dem Reizwort «Passiveinzug» seien die Unterhaltungsabende immer gut besucht. Das Repertoire mit Liedern aus der Unterhaltungsmusik und das Theater komme gut an. Mit Liedern wie «Lass die Sonne in mein Herz» über «What a feeling» bis «Lasciate mi cantare» trafen die Sängerinnen und Sänger mit ihrem Dirigenten den Geschmack des Publikums.

Theater gehört dazu

Das von vereinseigenen Mitgliedern gespielte Lustspiel «En heisse Droht» bot mit seinen köstlichen Akteuren viel Spass beim Zuschauen und Zuhören. Grund genug, dass die Aula bis auf den letzten Platz am Freitag- und Samstagabend besetzt war.