«3 Künstler – 3 Kunstwerke – 3 Gemeinden». So heisst ein Kunstprojekt der drei Wasserämter Gemeinden Lohn-Ammannsegg, Gerlafingen und Deitingen. Unter Fanfarenklängen (Susanne Aeberhard, Anton Helscher) und mit einem jeweils massgeschneiderten kurzen Festakt wurden am Samstag die Werke enthüllt.

Dem Dorfplatz von Lohn-Ammannsegg verleiht die Eisenskulptur «Ikarus» von Franz-Josef Bobst (Horriwil) ein besonderes Gepräge. Vor dem Gerlafinger Altersheim «Am Bach» zieht das steinerne «Muneli» von Alois Herger (Solothurn) alle Blicke auf sich. Der neue Dorfplatz in Deitingen erhält durch die transparente, in vielerlei Farben schimmernde Glasskulptur, betitelt «Colour Ball», von Rudolf Butz (Solothurn) einen besonderen Anziehungspunkt.

Austausch unter Partnerdörfern

Entstanden ist die Idee «3 Künstler – 3 Kunstwerke – 3 Gemeinden» bei Ruedi Bürki, Präsident des Kulturausschusses Gerlafingen (KA). Er hat auch die Zusammenarbeit der drei Kulturvereine – Lohn-Ammannsegg-Kultur, Kulturausschuss Gerlafingen, Kulturverein Deitingen – angeregt. Die Kunstwerke werden als Leihgaben ihrer Schöpfer jeweils ein Jahr am jetzigen Standort bleiben und dann für die beiden Folgejahre «rotieren». Somit wird jedes der drei Partnerdörfer sich für ein Jahr an jedem der drei Objekte erfreuen und mit ihm leben können.

Das zahlreiche Publikum in allen drei Gemeinden zeigte sich sehr angetan: «Es lohnt sich, diese gute Idee weiterzugeben.» Mit Ansprachen der Künstler selbst, der Präsidien der Kulturanbieter (Lohn-Ammannsegg: Willi Stauffenegger; Gerlafingen: Ruedi Bürki; Deitingen: Markus Flury) und Vertretungen der Gastgeber erhielten die drei nacheinander stattfindenden Anlässe am Samstagmorgen viele heitere Akzente.

Eine bereichernde Aktion

Walter Widmer aus Lohn-Ammannsegg betonte den Zeitbezug von Kunst und den Stolz der Dörfer. Mit den Kunstwerken im öffentlichen Raum werde «ein Pflock eingeschlagen». «Am Bach»-Leiter René Schicktanz würdigte, dass Kunst Menschen zu einem «tollen Begegnungsfest» zusammenführt, und Deitingens Gemeindepräsident Bruno Eberhard gratulierte im Namen des vollzählig anwesenden Gemeinderates «zu dieser Aktion, die uns alle bereichert.»