Frauentreffs, eigens gestaltete «I love Madretsch»-T-Shirts, Aktionen zur Littering-Bekämpfung oder Aktivitäten mit der Schule im Quartier: Die vor einem Jahr im Rahmen des Projekts «Vision Madretsch» von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers lancierten Aktionen werden weitergeführt. Alle sind eingeladen mitzumachen.

Wie alles begann

Rückblende: Im Herbst 2016 trafen sich im Rahmen eines offenen Forums über 60 Bewohnerinnen und Bewohner der Quartiers Madretsch, um gemeinsam die Frage «Was können wir gemeinsam tun, damit ich mich in meinem Quartier wohlfühle?» zu beantworten. Denn: Der Ruf des «Madretschs» könnte besser sein – und Entwicklungspotenzial ist ebenfalls vorhanden. Im Anschluss an dieses Forum bildeten sich mehrere Aktionsgruppen. Ein Jahr später treffen sich zahlreiche Gruppen weiterhin, so zum Beispiel eine Gruppe von Frauen unterschiedlicher Herkunft, die sich einmal pro Woche zum «Café Multiculti» treffen. Oder eine Gruppe «Müll-Alarm», die Abfall im öffentlichen Raum bekämpft und andere Quartierbewohner hinsichtlich dieses Problems sensibilisiert.

In der Primarschule des Quartiers haben alle Schülerinnen und Schüler an einer Projektwoche teilgenommen, in der sie sich mit der Geschichte von Madretsch befasst haben. Um hervorzuheben, dass das negative Bild, mit dem ihr Quartier oft in Verbindung gebracht wird, nicht der Realität entspricht, haben sie ein T-Shirt mit der stolzen Aufschrift «I love Madretsch» gestaltet. Vorgesehen ist, dass Oberstufenschülerinnen und -schüler des Quartiers den Druck der T-Shirts übernehmen, um diese später zu verkaufen. Durch diese und andere Aktionen soll das Quartierimage verbessert werden.

Aktiv gewesen ist auch eine Gruppe mit dem Namen «Bellevue Madretsch». So wurde vor dem «QuartierInfo» an der Madretschstrasse ein Gemüsegärtli eingerichtet. Die Gruppe «Sport für alle» hat im Sommer zweimal pro Monat eine gemeinsame Sportstunde auf den Sportplätzen des Quartiers organisiert. Und: Um die Aktivitäten der Bieler Vereine und Gesellschaften sichtbarer zu machen, ist vorgesehen, eine spezielle Website zu erstellen.

Der Wille ist da

Andere Gruppen haben ihre Aktivitäten nicht mehr weitergeführt, da es an Teilnehmenden mangelte. Es ist daher notwendig, eine Kommunikations- und Werbestrategie zu entwickeln, um die Bewohnerinnen und Bewohner zu informieren und zu motivieren, sich an einem dieser Projekte für positive Veränderungen anzuschliessen. Denn für die Verantwortlichen des Projekts «Vision Madretsch» sowie für all diejenigen, die sich bereits aktiv beteiligen, ist der Wille für ein Engagement zugunsten einer guten Lebensqualität im Quartier vorhanden und verdient es, unterstützt zu werden. (mgt/ak)

Mehr Informationen: www.biel-bienne.ch