Flüh

«Der Gottesdienst ist für alle, wir wollen gemeinsam mit anderen feiern»

«Der Gottesdienst ist für alle, wir wollen gemeinsam mit anderen feiern.» - Armin Mettler, Pfarrer der ökumenischen Kirche in Flüh

«Der Gottesdienst ist für alle, wir wollen gemeinsam mit anderen feiern.» - Armin Mettler, Pfarrer der ökumenischen Kirche in Flüh

Bei einem ökumenischen Gottesdiensten sind alle Menschen willkommen, egal welcher Konfession sie Angehören. Diesen Sonntag feiert die erste ökumenische Kirche der Schweiz, die Heiliggeistkirche in Flüh, ihr 40-Jahr-Jubiläum.

Ökumenisch feiern heisst: Gemeinsam mit Menschen, gleich welchen Glaubens, zu feiern. Die Heiliggeistkirche in Flüh war die erste ökumenische Kirche der Schweiz und wurde 1974 eingeweiht. Diesen Sonntag um 10 Uhr kann deshalb gefeiert werden: Die erste ökumenische Kirche wird 40 Jahre alt. In der Heiliggeistkirche dürfen beide Konfessionen, katholisch sowie reformiert, die Kirche für ihre eigenen Aktivitäten, wie auch für gemeinsame, ökumenische Feiern, benützen.

Herr Mettler, könnten Sie sich vorstellen, dass zum Beispiel auch Islamisten oder Buddhisten Ihren Gottesdienst besuchen?
Armin Mettler
: Ja, das wäre durchaus möglich. Der Gottesdienst ist für alle, wir wollen gemeinsam mit anderen feiern. Wir hatten auch schon Anlässe mit Tamilen oder eine gemeinsame Beerdigung von einem orthodoxen Mitglied.

Was erwartet die Besucher des ökumenischen Gottesdienstes an diesem Sonntag?

Wir wollen zusammen die 40 Jahre der ökumenischen Kirche feiern. Es soll eine Begegnung zwischen den Mitgliedern der Gemeinde und der Wallfahrtsgruppe GFS, die seit
25 Jahren immer einmal im Monat nach Mariastein pilgert, geben. Es wird eine Eucharistiefeier von Pater Notker Strässle geben und ein Wortgottesdienst von mir.

Worüber werden Sie den Wortgottesdienst halten?

Das Thema ist die Bergpredigt. Diese wurde immer verharmlost und es wurde oft gesagt, dass sie nicht umsetzbar ist. Meine Predigt handelt von dem Weg zum Frieden und der Gerechtigkeit. Ausserdem werde ich von der Liebe und der Vergeltung sprechen.

Welche Anlässe sprechen für eine ökumenische Feier?

Die Gottesdienste. Ziel ist es, Gottesdienste mit möglichst verschiedenen kirchlichen Gruppierungen abzuhalten. Zum Beispiel findet bald ein Gottesdienst mit der Heilsarmee und mit der christkatholischen Kirche Basel-Stadt statt.

An welchen Orten entstanden in der Schweiz im Laufe der Zeit weitere Kirchen der ökumenischen Bewegung?

Zum Beispiel in Langendorf im Solothurn, Halden in St. Gallen, Liebrüti/Rheinfelden in Aargau oder Kehrsatz in Bern. Insgesamt gibt es in der Schweiz etwa zehn ökumenische Zentren.

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