In der Adventszeit leuchten sie wieder: die Tannen- und anderen Bäume, die Dach-, Fenster- und Balkonumrandungen, ganze Fassaden sowie Schneemänner und Rentiere in den Gärten. Zuweilen in allen Farben. In Leuzigen fällt ein Haus jeweils besonders auf. Jenes von Daniel Gurtner. Dort hat es besonders viel Lichterdeko am und ums Haus, mit viel Liebe zum Detail angeordnet. Die Fenster und Türen sind nachgezeichnet, im beleuchteten Bäumchen sitzen Vögel, der Samichlaus ist da, Sterne, Weihnachtsbäume und auf dem Rasen ein ganzer Tierpark – Pinguine, Rehe, Eisbären, Igel und viele mehr. Das Schmücken des Hauses in der Vorweihnachtszeit ist mittlerweile zu einem Hobby von Gurtner geworden. Und im Dorf wartet man jeweils gespannt auf diese Beleuchtung.

Angefangen habe er vor etwa sieben Jahren, erzählt er. «Es gefällt mir einfach sehr», begründet er. «Und ich mag Lichter, besonders in der dunkleren, meist düsteren Jahreszeit.» So hat er jedes Jahr etwas mehr dazu gekauft. Auch heuer. «Diesmal konnte ich zudem einiges von einem Kollegen übernehmen», fügt Gurtner an.

500 Meter Kabel

Es habe Tradition, dass zu Beginn des Leuziger Weihnachtsmärit die Beleuchtung jeweils installiert ist. «Dafür brauche ich mittlerweile zwei bis drei Tage», erklärt Daniel Gurtner. Minutiös werden die Kabel verlegt, die Adapter in Kisten wasserdicht verstaut und die Dekogegenstände windsicher montiert. Insgesamt sind etwa 500 Meter Kabel rund ums Haus drapiert. Das «Einsommern» der Sachen brauche auch seine Ordnung, erklärt Gurtner. Und Platz. Systematisch werden die Sachen im Januar wieder in entsprechend angeschriebene Kisten verstaut. Dafür investiert er noch einmal einen Tag.

Weil heute alles mit LED-Lämpchen ausgestattet ist, «hält sich der Stromverbrauch in Grenzen», meint Gurtner. 20 bis 25 Franken pro Woche koste ihn der Strom dafür. Die Problematik der Spannung habe er bereits beim Umbau des Hauses berücksichtigt. Wie das ganze Haus, wird auch die Weihnachtsbeleuchtung über die Hausautomation gesteuert, bedient über eine App auf dem Smartphone.

Rund fünf Wochen ist Gurtners Haus und Garten beleuchtet. «Wenn ich damit auch anderen Leuten eine Freude bereiten kann, freut mich das ebenfalls», sagt Daniel Gurtner. Und tatsächlich, Passanten bleiben häufig stehen, Leute aus dem Dorf kommen extra vorbei oder Autofahrer fahren im Schritttempo vorbei, um das Haus bestaunen zu können.