Volleyball NLA
Schönenwerd schafft Break bei Comeback von Captain Leandro Gerber

Nach dem diskussionslosen 3:0-Auswärtssieg in Jona braucht Schönenwerd noch einen Sieg für den Einzug in die Playoff-Halbfinals.

Raphael Wermelinger
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Leandro Gerber meldete sich im zweiten Spiel der Playoff-Viertelfinalserie eindrücklich zurück.

Leandro Gerber meldete sich im zweiten Spiel der Playoff-Viertelfinalserie eindrücklich zurück.

Jörg Oegerli

Stark bei der Annahme, überragend am Service, ein Diagonalangreifer in Topform und ein herausragendes Comeback vom Captain: Volley Schönenwerd schafft mit dem achten Sieg in Serie das Break in der Viertelfinalserie gegen Jona und geht mit 2:0 in Führung.

Im Auswärtsspiel kommt das Team von Trainer Liam Sketcher lediglich im dritten Satz ein wenig ins Straucheln, erfüllt die Aufgabe am Ende aber doch souverän. «Ich habe in den vergangenen Wochen riesige Fortschritte gemacht und bin ready, meinem Team zu helfen», hatte Leandro Gerber am Freitag im Interview gegenüber dieser Zeitung gesagt.

Aufgrund einer Rückenverletzung kam der Captain in dieser Saison bislang noch gar nicht zum Einsatz. Die Umstände für sein Comeback sind indes auch bitter für die Schönenwerder: Der albanische Aussenangreifer Redj Kodj brach sich im Training einen Finger und fällt für den Rest der Saison aus.

Gerber zeigte ab dem ersten Ballwechsel, dass er bereit ist, in die Bresche zu springen. Insgesamt fünf Punkte, darunter zwei Asse, steuerte er zum Gewinn des Startsatzes bei (25:17). Am Ende kam er auf 10 Punkte und war hinter Johansen (18) und Ulrich (11) der drittbeste Skorer bei den Schönenwerdern.

Diese gerieten in der Startphase des zweiten Satzes zwar erstmals in Rückstand, wendeten das Blatt aber dank eines Blocks von Mischa von Burg und zwei Assen in Folge von Ulrich zum 11:8. Standesgemäss beendeten die Gäste den zweiten Satz mit einem Ass zum 25:21, erzielt durch von Burg.

Im dritten Satz leisteten sich dann auch die Schönenwerder mit der komfortablen Führung im Rücken ein paar Durchhänger. Sie führten nach dem zweiten technischen Timout mit vier Punkten Vorsprung, liessen die St. Galler aber wieder herankommen.

In den entscheidenden Momenten fehlte Jona aber die Kaltschnäuzigkeit. Die Gastgeber leisteten sich kapitale Angriffsfehler zum 18:20 und 22:24 aus ihrer Sicht. Und dann war es Schönenwerds Topskorer Ulrich, der mit einem herrlichen Angriff aus dem Rückraum den ersten Matchball verwertete.

Volley Schönenwerd ist somit nur noch einen Sieg vom Einzug in die Halbfinals entfernt. Spiel drei der Viertelfinalserie gegen Jona findet am Mittwoch in der Betoncoupe Arena statt.