Papierfabrik Balsthal

Verlängerte Konsultationsfrist für Papieri Balsthal

Fabrik der Papieri Balsthal

Fabrik der Papieri Balsthal

Die Belegschaft der in Schwierigkeiten steckenden Saber Swiss Quality Paper AG in Balsthal erhält mehr Zeit, um Vorschläge zur Verhinderung oder zumindest zur Verminderung des geplanten Stellenabbaus zu erarbeiten.

«Die Konsultationsfrist wurde bis zum 15. September verlängert», erklärt Markus Baumann, Leiter der Sektion Solothurn der Gewerkschaft Unia, auf Anfrage der az Solothurner Zeitung. Deshalb komme es vorerst zu keinen Entlassungen. Die anlässlich der Bekanntgabe der Restrukturierung durch die Saber-Geschäftsleitung ursprünglich angegebene Frist wäre gestern Mittag abgelaufen; die Kündigungen hätten im Zeitraum vom 29. August bis zum 28. September ausgesprochen werden sollen, wie die Firma am 17. August bekannt gab. Über die Gründe, die zur Verlängerung führten, war vorerst nichts in Erfahrung zu bringen.

Zeit, um Alternativen zu suchen

Die Zeit werde man nun nutzen, um unter Beizug von Experten aus der Papierbranche Alternativen zu suchen, erklärt Baumann weiter. Dabei gehe es vorab um Weiterführungsmöglichkeiten der Papiermaschine TM5, die stillgelegt werden soll. Im Rahmen des Konsultationsverfahrens seien erste Gespräche zwischen den Vertretern der Arbeitnehmer und dem Saber-Management vorgesehen. Lösungen gebe es aber noch keine. «Ein paar Vorschläge» seien auf dem Tisch, die nun geprüft würden, ergänzt Paul Zuppiger, Präsident der Betriebskommission.

Aufgrund eines defizitären Geschäftsverlaufs hat die zur indischen Papiergruppe Saber gehörende Papierfabrik in Balsthal Mitte August eine tief greifende Restrukturierung angekündigt. Demnach soll eine der beiden Papiermaschinen stillgelegt werden und 56 der 113 Angestellten sollen entlassen werden. Zudem soll der Lohn temporär um 10 Prozent gekürzt werden. Die Ertragssituation habe sich aufgrund rekordhoher Zellstoffpreise massiv verschlechtert, begründet die Firmenleitung. Hinzu sei der Ausfall eines in Konkurs gegangenen Grosskunden hinzugekommen, und der starke Franken habe zu weiteren Auftragseinbussen geführt. (FS)

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