Zunächst verschwand während den Fasnachtstagen die mobile Toilette. Ende März beschädigten Unbekannte die Tür zum Jugendcontainer. Und Anfang April nun folgte der dritte Vandale-Akt in dieser kurzen Zeitspanne: Unbekannte brachen die bereits demolierte Tür auf und drangen in den Container ein. Sie entwendeten den Kühlschrank und warfen ihn in die nebenanliegende Dünnern. Somit wiederholt sich ein Muster der Vandale-Serie.

Bereits die mobile Toilette hatte Gemeinderätin Diana Stärkle im Flusslauf aufgefunden. Beim letzten Vorfall, der sich gemäss Stärkle am 7. April ereignet haben soll, versprayten die Übeltäter ausserdem den Container. «Es war furchtbar, wie sie den Raum zurückliessen», sagt Stärkle.

Mehrere Hundert Franken Schaden

Erst Ende Februar hatte die Präsidentin der Bildungskommission als Gemeindevertreterin den Container an die Jugendlichen übergeben. Im Egerkinger Industriegebiet sollte ein neuer Jugendtreff entstehen. Die Vandale-Akte verunmöglichten dies jedoch bisher: Nachdem die Tür beschädigt worden war, blieb der Container vorübergehend abgeschlossen. Bevor die Gemeinde die Schäden reparieren lassen konnte, kam es nun zum dritten Vorfall.

Bereits als Gemeinderätin Stärkle im März die aufgewuchtete Tür vorgefunden hatte, reichte sie im Namen der Einwohnergemeinde Strafanzeige bei der Kantonspolizei ein. Auf den Toiletten-Vorfall hatte die Gemeinde zunächst nicht reagiert. Nun stellt Egerkingen aber zu allen drei Vandale-Akten einen Strafantrag, wie Stärkle sagt.

Polizei ermittelt derzeit

Die Kantonspolizei bestätigt, dass die Einwohnergemeinde Strafanträge gestellt hat. Die entsprechenden Ermittlungen habe sie aufgenommen. «Es handelt sich dabei um diverse Sachbeschädigungen und Einbruchdiebstahl», schreibt die Polizei auf Anfrage. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Hundert Franken.

Ob es sich bei den drei Vandale-Akten um dieselbe Täterschaft handelt, wird ebenso ermittelt. Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi will sich auf Anfrage nicht zu den Vorfällen äussern, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.

Container kostete die Gemeinde 15'000 Franken

Gestern Montag holte Gemeinderätin Stärkle eine Offerte ein, um die Höhe der Reparaturkosten abschätzen zu können. Damit der Jugendcontainer wieder an die Jugendlichen übergehen könnte, müsste die Gemeinde ihn zunächst instandstellen.

Ursprünglich schaffte Egerkingen den Occasion-Baucontainer mit einem Budget von 15'000 Franken an. Über die weiteren Schritte wird der Gemeinderat an der nächsten Sitzung befinden.