Thal-Gäu
Woher stammen die eigenartigen Flurnamen ?

Olten mausert sich zu einem Zentrum der Flurnamenforschung. Die Stadt ist Sitz der Forschungsstelle Solothurnisches Orts- und Flurnamenbuch.

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Die Autorinnen Beatrice Hofmann-Wiggenhauser (links) und JacquelineReber zusammen mit dem Verleger Thomas Knapp.

Die Autorinnen Beatrice Hofmann-Wiggenhauser (links) und JacquelineReber zusammen mit dem Verleger Thomas Knapp.

Bruno Kissling

Seit über sechs Jahren beackern in Olten die zwei jungen Forscherinnen Beatrice Hofmann-Wiggenhauser und Jacqueline Reber das schier endlose Feld der Flurnamen in den Amteien Olten-Gösgen und Thal-Gäu.

In einem Buch mit dem Titel «Vom Amerikanerblätz zum Zirzel» erschienen im Knapp Verlag, Olten, können sich nun alle Interessierten ein Bild davon machen, worum es dabei geht. Denn die beiden «Namen-Damen» verstehen sich nicht allein auf wissenschaftliche Arbeit – sie haben auch Lust und das Flair dafür, ihr Wissen locker und witzig unters Volk zu bringen.

Zu thematisch zusammenhängenden Gruppen formiert, beginnen darin die oft kuriosen oder geheimnisvollen Namen unserer Felder und Wälder, Bäche und Hügel ihre Geschichten zu erzählen. Ja, tatsächlich: Sonne, Mond und Sterne haben ihre Spuren in Olten und im Niederamt, in Gäu und Thal ebenso ihre Spuren hinterlassen wie Bären und Wölfe. Köhlerei war hier einst ebenso im Schwang wie Rebbau, und an den Flurnamen lässt sich ablesen, wo und wie unsere Vorfahren die Urwälder rodeten, die einst Aare ebene und Jurahänge bedeckten.

Das handliche, schön gestaltete Buch ist üppig illustriert mit Bildern von den «OT»-Fotografen Hansruedi Aeschbacher, Bruno Kissling und Ueli Wild. (cva)

Beatrice Hofmann-Wiggenhauser, Jacqueline Reber: Vom Amerikanerblätz zum Zirzel. Knapp Verlag, Olten.

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