Balsthal

«Wir wollen Ruhe und Ordnung»: OeBB wehrt sich gegen Vandalismus, Littering und unbefugte Aufenthalte

OeBB wehrt sich gegen Littering und unbefugten Aufenthalten an den Bahnhöfen. (Archiv)

OeBB wehrt sich gegen Littering und unbefugten Aufenthalten an den Bahnhöfen. (Archiv)

Auf den Bahnhöfen in Balsthal wird ein neues gerichtliches Verbot lanciert, das Unbefugten härter zusetzen soll.

Vandalismus, Littering, ungebetene Gäste auf den WCs sowie immer wieder Drogendealer: Die Liste an Problemen ist lang bei der Oensingen-Balsthal-Bahn AG in Balsthal. Um den wachsenden Anstieg an Unbefugten im Zaum zu halten, hat die OeBB ein gerichtliches Verbot lanciert respektive diese erneuert. «Es gibt zwar Gesetze, doch diese Massnahmen reichen noch zu wenig weit, deshalb ist dieses Verbot als Ergänzung aufzufassen», sagt der Geschäftsführer der OeBB Markus Schindelholz auf Anfrage.

In der Vergangenheit hatten die Bahnhöfe Balsthal, Klus und auch die Haltestelle Thalbrücke grosse Probleme mit Vandalismus, Littering oder unbefugtem Aufenthalt an den Gleisen zu beklagen. «Oft fahren auch junge Menschen mit Rollerblades oder dergleichen auf dem Perron und könnten auf die Gleise stürzen und von einem Zug erfasst werden», erläutert Schindelholz.

Eine weitere Herausforderung, mit der die OeBB an den Bahnhöfen in Balsthal zu kämpfen habe, sei Littering. «Irgendwelche Unbefugten bringen ihren Müll von zuhause oder sonst wo mit und deponieren ihn einfach wild auf dem Areal», sagt der Geschäftsführer der OeBB. An den Abenden würden zudem Kiffer oder Raucher sich unerlaubt in die WC- Räume schleichen, um der Kälte zu entfliehen. «Dort rauchen sie weiter und besetzen die Toiletten, was natürlich unzumutbar ist für die Kunden des öffentlichen Verkehrs», sagt Schindelholz. In Oensingen zum Beispiel seien die Spuren des Vandalismus so schlimm gewesen, sodass dort die öffentlichen Toiletten von Seiten der SBB geschlossen werden mussten. «Wir möchten die WCs aber weiterhin für Kunden geöffnet haben und wollen hier in Balsthal nicht so enden wie aktuell in Oensingen», so Schindelholz.

Nicht nur der Bahnhof in Balsthal und der Klus seien von derartigen Verstössen betroffen, sondern auch der Freiladebahnhof in der Nähe zum Bahnhof Balsthal. Auf diesem Verlade- und Transportbahnhof werden unter anderem Holz und Holzschnitzel verladen. «Ein Grund weshalb dieser Platz ins Verbot miteinbezogen wurde, ist, dass es hier ebenfalls Parkplätze gibt», argumentiert der Geschäftsführer. Hier sind besonders wild verstreute Abfälle eine grosse Herausforderung. «Es gab auf den Parkplätzen aber auch Fälle, von denen wir auch wissen, dass dort gedealt wurde», gibt Schindelholz an.

Mit der neuen verschärften Verboten, erhofft sich die OeBB, dass sich bald etwas ändern wird an den Balsthaler Bahnhöfen. Auch die Valora, welche Besitzerin der KKiosk-Stände ist, hatte man in der Ausarbeitung des Verbots miteinbezogen. «Das Verbot umfasst schärfere Bussen gegen Unbefugte und mit den neuen Hinweisschildern machen wir auch darauf aufmerksam, dass neue und zusätzliche Videokameras installiert wurden», sagt der Geschäftsführer der OeBB. Wer sich nicht an die Verordnungen halte, werde zuerst verwarnt. «Im Wiederholungsfall, werden wir dem Unbefugten eine Busse von 2000 Franken aufbrummen», versichert Schindelholz. Mit diesem hohen Bussgeld sollen potentielle Nachahmer abgeschreckt werden. «Wir selber verdienen zwar nichts daran, weil diese zum Kanton gehen, aber dafür sorgen wir, dass es keine Delikte in diesem Masse mehr geben wird. Wir wollen einfach Ordnung und Ruhe und saubere Haltestellen für unsere Kunden», statuiert Schindelholz.

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