Härkingen

Wie die neue Turnhalle aussehen soll — das Budget 2021 weist einen Ertragsüberschuss auf

Die neue Turnhalle würde an die bestehende Mehrzweckhalle angebaut. Auf dem Plan das untere grau schraffierte Gebäude.

Die neue Turnhalle würde an die bestehende Mehrzweckhalle angebaut. Auf dem Plan das untere grau schraffierte Gebäude.

Dem Gemeinderat Härkingen wurde ein erstes Turnhallen-Projekt vorgestellt. Es konnte ein positives Budget 2021 verabschiedet werden.

Nach einer im Frühling 2020 erarbeiteten Machbarkeitsstudie hat der Gemeinderat Härkingen im Mai dieses Jahres die Erarbeitung eines Vorprojekts für eine neue Turnhalle in Auftrag gegeben. Dieses wurde durch das Architekturbüro werk1, Olten, erarbeitet und von einer durch den Gemeinderat eingesetzten Arbeitsgruppe begleitet. Das Ergebnis wurde nun an der vergangenen Sitzung dem Gemeinderat vorgestellt.

Das erarbeitete Vorprojekt beschreibt eine Einfach-Turnhalle mit vier Umkleideräumen und Duschanlagen, die südlich des bestehenden Mehrzweckhallenteils vorgesehen ist. Das Untergeschoss weist zudem eine Verbindung zum Altbau auf. Um auch für die ferne Zukunft gewappnet zu sein, ist die Turnhalle so ausgelegt, dass sie mit relativ geringem Aufwand zu einer Doppelhalle ausgebaut werden könnte. Mit vier Umkleideräumen wurde dem Umstand Rechnung getragen, dass im Altbau die Garderoben nicht optimal platziert sind und heute schon nicht die nötige Kapazität aufweisen.

Eingeschossig in den Boden «versenkt»

Damit sich die neue Turnhalle gut in die Umgebung einfügt, wird vorgeschlagen, sie eingeschossig im Boden zu «versenken». So entsteht eine deutlich tiefere Gebäudehöhe als bei der bestehenden Mehrzweckhalle. Der «rote Platz» wird vom Neubau nicht tangiert, die Materialgaragen hingegen werden an neue Standorte versetzt. Die bestehende Mehrzweckhalle bliebe in ihrer jetzigen Form unverändert, lediglich beim Übergang in den Neubau würde es leichte Anpassungen geben.

Mit diesem Vorprojekt liegt nun ein von allen Involvierten intensiv durchdachtes Projekt vor, wurde gesagt. An der Gemeindeversammlung vom kommenden 1. Dezember 2020 wird der Gemeinderat der Versammlung den Kredit für die Planung des Bauprojekts in der Höhe von 130'000 Franken unterbreiten. Bei Genehmigung würden die notwendigen Planungsarbeiten so ausgeführt werden, dass an der Gemeindeversammlung vom Sommer 2021 über den Ausführungskredit befunden werden könnte.

Der Gemeindeordnung entsprechend, wäre dann der abschliessende Entscheid über diesen Kredit allen Stimmberechtigten zu unterbreiten, denn im Herbst 2021 würde mittels notwendiger Urnenabstimmung darüber endgültig entschieden werden.

Budget 2021 mit Ertragsüberschuss

Das vom Gemeinderat zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedete Budget 2021 weist einen Ertragsüberschuss von gut 126'000 Franken auf. Darin sind bereits Auswirkungen infolge der Coronakrise berücksichtigt. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie werden bei den Steuern insbesondere in den Jahren 2022 und 2023 sichtbar sein, wenn die definitiven Steuerveranlagungen vorliegen, wurde gesagt. Der Kanton rechnet bei den natürlichen Personen im Jahr 2021 mit 1,7 Prozent tieferen Erträgen gegenüber der Rechnung 2019.

Bei den juristischen Personen wird sich Corona voraussichtlich sehr unterschiedlich auswirken. Im Budget wurde dementsprechend eine Reduktion beim entsprechenden Steuersubstrat einberechnet. Erfreulicherweise kann die Reduktion mit zusätzlichen Steuereinnahmen von juristischen Personen wieder aufgefangen werden.

Nachdem die Steuervorlage 2020 im Februar angenommen worden ist, werden die Steuerausfälle in den nächsten Jahren nicht so hoch sein, wie noch im diesjährigen Budget befürchtet wurde. Mit dem Kantonsbeitrag Gemeindeausgleich Staf 2020 werden die Steuerausfälle bei den juristischen Personen entsprechend abgefedert.

In den budgetierten Nettoinvestitionen von 439'000 Franken sind grössere Bruttoinvestitionen enthalten wie: Projektierungskredit Bauprojekt neue Turnhalle, Umstellung Strassenbeleuchtung auf LED-Technik (6. Etappe), Sanierung Strasse Lischmatt oder eine weitere Tranche für die Ortsplanrevision. (mgt)

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