Projektwoche

«Weisst du, wie der Sommer riecht?»

Auf dem Sommerpfad konnten die Untergründe mit den Füssen gefühlt werden.

Auf dem Sommerpfad konnten die Untergründe mit den Füssen gefühlt werden.

Das Gedicht von Ilse Kle- berger inspirierte Lehrerschaft, Schüler und Schülerinnen der Primarschule und des Kindergartens Neuendorf während der Projektwoche. Diese stellte ein Thema ins Zentrum: Den Sommer.

In der letzten Woche genossen die Schülerinnen und Schüler der Primarschule und des Kindergartens Neuendorf bei herrlichem Sommerwetter eine in allen Belangen gelungene Projektwoche. Es war ein gewagtes Unternehmen, denn das Wetter musste unbedingt auch entsprechend sommerlich sein. Aber das Pokern hatte sich gelohnt: Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Eine Juniwoche, wie wir sie in den letzten Jahren kaum erlebten, dazu passende Themen, wie es eben sein musste.

Sommerpfad gestaltet

Alle Kinder trafen sich morgens jeweils um 8.15 Uhr zum gemeinsamen Start in den neuen Tag. In dieser Viertelstunde wurden Sommerlieder gesungen, Gedichte vorgetragen, Geschichten erzählt und kleine Spiele gemacht. Nach diesem gemeinsamen Beginn im Freien begann die Arbeit in den verschiedenen Ateliers. Die Stufe Kindergarten und Unterstufe (1. und 2. Klassen) umfasste rund 90 Kinder mit 7 Lehrpersonen. In Gruppen von rund 14 Kindern wurde der Sommer erlebt und gespürt. Schiffe bauen, Wasserspiele im Freien erleben, Glace herstellen, Sandburgen bauen, Blumenwiesen mit Schmetterlingen gestalten waren die Themen der einzelnen Ateliers.Für die Vernissage vom Donnerstagabend gestaltete diese Gruppe einen Sommerpfad mit verschiedenen Untergründen (Sand, Steine, Erde, Rasen, Tannzapfen, usw.) Dazu können die in Gruppen gestalteten Bastelarbeiten bestaunt werden: gefaltete Schiffe, Glacen aus Karton, Sandburgen aus selber gefärbtem Zaubersand, Steinfiguren, Schmetterlinge und Wassermelonen aus Papptellern. Die gemeinsamen Aktivitäten dieser Gruppe waren ein Waldausflug zum Sammeln der Materialien für den Sommerpfad und am Dienstag ein Wasserplausch unter dem grossen Rasensprenger, mit Wasserballonen und selbst gemachten Lappen-Bomben.

Abschluss im Wald

Die Kinder dieser Altersstufe konnten sich in Gruppen von 12 bis 14 Kindern in 7 verschiedene Ateliers anmelden. Da probte man im Schulorchester, lernte das Fotografieren (in zwei Gruppen) näher kennen, befasste sich mit dem Lip Dub Video, studierte mehrere Tänze ein oder schuf sehr originelle Bildcollagen. Die Gruppe «Kulinarisches» war für die Bereitstellung des Abschlussapéros verantwortlich. Die anderen Gruppen entdeckten sommerliche Motive und präsentierten diese auf verschiedene Arten am Schlussabend (Fotos, Videos, Collagen; Zeichnungen, usw.) Die gemeinsame Aktivität dieser Gruppe fand am Dienstag über den Mittag und am Nachmittag beim Forsthaus in Neuendorf statt. Das gemeinsame Bräteln (nicht nur vor dem Feuer) und das unvergessliche Spielen im Wald sind auch bei den Kindern sehr beliebt.

Kinder hatten ihren Spass

All diese Aktivitäten und Arbeiten wurden am Donnerstagabend den Eltern und weiteren Interessierten in einer Vernissage in der Dorfhalle und im Schulhaus präsentiert. Es zeigte sich: Die Lehrerinnen und Lehrer haben mit dem Thema dieser Projektwoche den Nagel auf den Kopf getroffen. Das war schon zuvor klar geworden. Wenn man die Kinder während der Woche beobachten konnte, stellte man – trotz der Hitze – ein emsiges Schaffen und eine grosse Zufriedenheit fest. «So macht Schule besonders Spass», verriet ein Kind nach einem Besuch aller Ateliers. Die lange Reihe von Projektwochen in Neuendorf ist um eine weitere, unvergessliche Woche gewachsen. Darauf dürfen alle Beteiligten stolz sein.

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