Luterbach

Trotz schweren Krisen ist dem Geschichtenerzähler das Lachen nicht vergangen

Joseph Nicolet zog die Zuhörer in seinen Bann.

Joseph Nicolet zog die Zuhörer in seinen Bann.

Geschichtenerzähler Joseph Nicolet (Luterbach) entführte das Publikum in der reformierten Kirche auf eine mitreissende Berg-und-Tal-Fahrt der Gefühle. Denn bei aller Schwere der Erzählungen, entlockte er den Zuhörern doch das eine oder andere Lachen.

Ein Tischchen, ein Stuhl, drei Brillen und ein Kartonmäppchen. Mit diesen Requisiten, seiner Mimik, Gestik und mit seiner Stimme überzeugte Joseph Nicolet. «Angst» ist Thema und Titel des Programms.

Offenherzig erzählt Nicolet dabei von seiner schweren gesundheitlichen Krise, die sein Leben verändert hat, und über seine Ängste. Es ist die berührende Geschichte einer Heilung.

Doch bevor es zum Happy End kommt, wird oft starker «Tobak» aufgetischt; etwa wenn er, als körperliches Wrack, notfallmässig im Spital landet, von seiner ersten Kindheitserinnerung erzählt, von seiner unglücklichen Kindheit.

Doch immer wieder dringt dabei sein Humor durch. Bitterer Ernst wird ganz unerwartet in leichte, clowneske Heiterkeit verwandelt. Die Beklommenheit löst sich auf durch befreiendes, herzhaftes Lachen. Es gelingt Joseph Nicolet auf unterhaltende Weise, Angst in Glück und Gesundheit zu verwandeln.

«Ich habe die Zeit vergessen. Mit scheinbarer Leichtigkeit wurde ein buntes Feuerwerk von tiefsten menschlichen Gefühlen gezündet», sagt Theresia Eichenberger (Günsberg). «Zutiefst berührend und höchst unterhaltend», meint Yvonne Strahm (Recherswil).

«Ich gehe beglückt nach Hause. Dieser Angst-Abend hat mich sehr berührt. Er hat mir Türen geöffnet zu meinen eigenen Geschichten», sagt Christin Müller (Solothurn). Ganz glücklich strahlt auch Joseph Nicolet und erklärt: «Dass ich das Publikum mit meinen Geschichten dermassen berühren kann, dass sich die Leute bedanken dafür, dass es ihnen Türen öffnet zu ihrer eigenen Welt, ist für mich das Höchste.» (rwl)

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