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Thaler kämpfen um den Meistertitel

Am Wochenende kommt es zum grossen Duell mit dem ärgsten Verfolger aus der Qualifikation: Der HC Laupersdorf trifft im Playoff-Final auf Embrach.

Philipp Felber
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Boris Schwarzenbach (r.) und sein Team kämpfen um den Schweizer-Meister-Titel.

Boris Schwarzenbach (r.) und sein Team kämpfen um den Schweizer-Meister-Titel.

Markus Müller

Zum sechsten Mal konnte sich der HC Laupersdorf in der abgelaufenen Qualifikation als Sieger feiern lassen. Vier Niederlagen standen zehn Siege gegenüber. Das grösste Problem in der Quali war die Defensive. So mussten die Laupersdörfer gleich 59 Tore zulassen. Nur dank der Tatsache, dass daneben auch 87 Tore erzielt wurden, konnten die Thaler den ersten Platz in der Quali bis zum Schluss halten.

Der ärgste Verfolger, der IHC Keyplayers Embrach, bekam nur 46 Tore, erzielte aber weniger Tore als Laupersdorf, nämlich deren 73. Am Schluss blieb dem HC Laupersdorf so noch ein Minimalvorsprung von einem Tor in der Tordifferenz bei gleicher Punktezahl. Dass sich gegen Ende der Qualifikation der Schlendrian eingeschlichen hatte, gab Spielertrainer Michael Gerber schon vor dem Ende der Quali zu. So gingen die letzten zwei Spiele verloren. Etwa auch gegen den Finalgegner Embrach.

Guter Auftakt in die Playoffs

In den Playoff-Halbfinals vom letzten Wochenende war zumindest im ersten Spiel nichts von einem Nachlassen zu spüren. Gleich sechsmal netzte das Team von Michael Gerber in der ersten Halbzeit gegen Linth, den Viertplatzierten der Qualifikation, ein. Zum Schluss gab es einen 8:5-Sieg. Im zweiten Spiel resultierte ein 5:5, was den Thalern den Einzug in den Final sicherte. Nach 30 Minuten stand es noch 4:2, ehe Linth bis zur 44. Minute das Spiel drehen konnte. Erst 50 Sekunden vor Schluss konnte Diego Schwarzenbach zum 5:5 ausgleichen.

Nun kommt es am Wochenende zum grossen Duell mit dem ärgsten Verfolger aus der Qualifikation. Embrach konnte sich ebenfalls mit einem Sieg und einem Unentschieden für den Final qualifizieren. 11:3 und 4:4 gegen die Quali-Dritten des IHC Thurgau war das Verdikt im Halbfinal. Dass es auf das Duell Qualisieger gegen Qualizweiten herauslaufen wird, prophezeite Michael Gerber bereits vor Ablauf der Regular Season. «Der härteste Konkurrent ist sicher Embrach, doch wenn wir mit der gleichen Formation wie in der Quali spielen können, haben wir sehr gute Chancen auf den Titel», sagte er damals. Doch stimmt das auch noch nach den Halbfinals?

Sicher ist, dass die beiden Duelle in der Quali jeweils knappe Angelegenheiten waren. In der dritten Runde gewann Laupersdorf auswärts mit 4:3. Jedoch mussten die Thaler in der zweitletzten Runde eine 4:6- Niederlage vor heimischem Anhang hinnehmen. Vor allem die erste Hälfte war in diesem Spiel inferior: gleich mit einem 0:4 gings in die Pause. «Da standen wir zu Anfang des Spiels schon etwas neben den Schuhen», sagt Spielertrainer Michael Gerber. In der zweiten Halbzeit fing sich der HC Laupersdorf jedoch und konnte nochmals etwas herankommen.

Favorit in ausgeglichenem Duell

Das Duell mit Embrach sei ein Duell auf Augenhöhe, wie Gerber ausführt. «Wir hatten schon viele Duelle mit Embrach und wissen, wie sie spielen. Überraschen können sie uns kaum.» Gerber sieht seine Mannschaft weiter als Favoriten auf den Titel, auch wenn das letzte Spiel verloren ging. Denn der angesprochene Schlendrian sei im Halbfinal dem Fokus auf das Ziel Meistertitel gewichen. «Es werden aber ganz andere Spiele als noch gegen Linth im Halbfinal. Linth kam eher über den Kampf ins Spiel. Sie schenkten uns dementsprechen nichts», so Gerber. Geschenke werden auch gegen Embrach nicht zu erwarten sein, jedoch eine technischere Spielweise. «Sie sind sehr fokussiert auf die Scheibe», sagt der Spielertrainer. Um sich darauf einzustellen, haben die Laupersdörfer noch zwei Trainings Zeit. «Etwas weniger laufen, dafür mehr taktische Feinheiten», so das Motto von Gerber für die Vorbereitung.

Das Duell um den Meistertitel startet am Samstag um 16 Uhr mit einem Auswärtsspiel in Bülach für den HC Laupersdorf. Am Sonntag um 14 Uhr kommt es im seit kurzem heimischen Kleinholz in Olten zum Showdown um die Meisterschaft. Das Ziel für die Thaler ist klar: den Meistertitel vom letzten Jahr verteidigen.

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